„Die eigene Bequemlichkeit überwinden“ als wichtige Maßnahme gegen den Klimawandel

v.l.n.r.: Bürgermeister Wieselburg Mag. Günther Leichtfried, LR Dr. Stephan Pernkopf, Klimaforscherin Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Campusleitung Dr. Astin Malschinger, Studiengangsleitung "Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement" Dr. Christoph Schmidl.
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  • v.l.n.r.: Bürgermeister Wieselburg Mag. Günther Leichtfried, LR Dr. Stephan Pernkopf, Klimaforscherin Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Campusleitung Dr. Astin Malschinger, Studiengangsleitung "Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement" Dr. Christoph Schmidl.
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Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und die renommierte Klimaforscherin Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb sprachen auf Einladung des Studiengangs „Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement“ am FH Campus Wieselburg über den Klimawandel und seine Auswirkungen für Österreich.

Heftige Niederschläge von Herbst bis Frühling, feuchtwarme Winter und trockene, heiße Sommer mit häufiger werdenden Hitzewellen – so beschreibt der erste nationale Sachstandsbericht Klimawandel die Zukunft für Österreich. 240 Wissenschaftler aus der gesamten Forschungsgemeinschaft des Landes waren unentgeltlich an der Entstehung der 1096 Seiten beteiligt. Sie alle haben bestehendes Material gesichtet, bewertet und ausgewertet und die Ergebnisse in drei Teilen zu einer österreichischen Perspektive zusammengefasst. Die wichtigsten Aussagen aus diesen drei Teilen stellte die Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolp am 10. Juni den zahlreich erschienenen Gästen im Rahmen der Veranstaltungsreihe Energielokal am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt vor. Sie legte mit ihren Ausführungen zum Klimawandel in Österreich hinsichtlich Einflussfaktoren und Ausprägungen (Teil 1), Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft (Teil 2) sowie Vermeidung und Anpassung (Teil 3) bildlich gesprochen gleich mehrere Finger in offene Wunden. Zur Sprache kamen neben den eingangs erwähnten Temperatur- und Niederschlagsentwicklungen auch der Verlust der Gletscher in Österreich und die zu erwartenden Effekte für Land- und Forstwirtschaft sowie für den Wintertourismus oder die steigende Zahl der Hitzetoten, die bereits eine alarmierende Größe angenommen hat. Wie offen diese sprichwörtlichen Wunden sind, zeigte sich in der anschließenden Diskussionsrunde, bei der es sich wiederholt darum drehte, wie man die auftretenden Herausforderungen tatsächlich lösen könne und welche Rolle Politik und Regulierungen dabei spielen sollten. Die für ihr Umwelt-Engagement gleich mehrfach ausgezeichnete Klimaforscherin gab in ihren Antworten klare Botschaften weiter. Sie plädierte unter anderem dafür, die eigene Bequemlichkeit zu überwinden, die Bewusstseinsbildung für die Zusammenhänge bereits so früh wie möglich anzusetzen – am besten schon im Kindergarten –, Demokratie und Mitspracherecht der Bevölkerung zu stärken sowie konkrete Bilder über eine klimafreundliche Lebensweise zu entwerfen. Vor allem diese könnten neue Werte und Wege aufzeigen und den Menschen ihre Angst nehmen, auf etwas Wesentliches verzichten zu müssen, wenn sie sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Mobilität entscheiden. Gut gemacht, könnten diese Bilder eine Art Vorfreude auf die anstehenden Veränderungen erzeugen, ist sich die Mit-Autorin des wichtigsten nationalen Dokuments zum Klimawandel sicher. Dass bereits einiges getan wird, darauf wies Landesrat Dr. Stephan Pernkopf als Co-Gastgeber der Veranstaltung in seiner Eröffnungsrede hin. Er stellte verschiedene Maßnahmen vor, die in Niederösterreich im Rahmen des Energiefahrplans 2030 in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt wurden, wie z.B. 25.000 Photovoltaikanlagen, 600 Windkrafträder bis Ende des Jahres oder 1300 e-Auto, die bereits in Niederösterreich unterwegs sind. Auch er versteht das Thema als Bewusstseinsbildung und verwies auf ein markantes West-Ost-Gefälle in punkto Einsatz von Erneuerbaren Energien. Für ihn liegt der Grund hierfür u.a. in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen in Stadt und Land. So hätte das Vereinswesen in ländlichen Regionen durch den regelmäßigen Austausch seiner Mitglieder einen positiven Mitmach-Effekt, der durch die Anonymität in der Stadt verhindert wird. Im internationalen Zusammenhang und mit Blick auf eine starke Atom- oder Erdöl-Lobby wies er außerdem darauf hin, dass Österreich in seinen Maßnahmen zum Klimawandel glaubwürdig sein müsse und er diesen Anspruch in seiner Funktion voll unterstützen wird.

Der vollständige Österreichische Sachstandsbericht Klimawandel kann unter http://www.ccca.ac.at/de/apcc/aar14/ herunter geladen werden.

Mehr Informationen zu den Energiespar-Aktivitäten im Land Niederösterreich unter www.energiebewegung.at

Für Rückfragen: Dr. Christoph Schmidl (Studiengangsleiter Regenerative Energiesysteme und technisches Energiemanagement) unter christoph.schmidl@amu.at oder Daniel Raab (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Nachhaltige Energiewirtschaft) unter daniel.raab@amu.at

Wo: FH Campus Wieselburg, Zeiselgraben 4, 3250 Wieselburg auf Karte anzeigen
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v.l.n.r.: Campusleitung Dr. Astin Malschinger, Klimaforscherin Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Studiengangsleitung 
"Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement" Dr. Christoph Schmidl.

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