"Ein Geschenk, das zu übernehmen"

Rückkehr in die Heimat: Nach vielen Jahren unterwegs kehrt die gebürtige Schwazerin für die Klangspuren zurück.
  • Rückkehr in die Heimat: Nach vielen Jahren unterwegs kehrt die gebürtige Schwazerin für die Klangspuren zurück.
  • Foto: Foto: Laurent Ziegler
  • hochgeladen von Dagmar Knoflach-Haberditz

Nachdem Maria-Luise Mayr zur Kulturamtsleiterin der Stadt Innsbruck bestellt wurde, übernahm die Kulturmanagerin und Musikerin Angelika Schopper ihre Tätigkeit. Im BEZIRKBSLÄTTER-Interview stellt sie sich vor.

BB: Wie fühlt sich die Rückkehr in die Heimat an?
Angelika Schopper: "Sehr gut eigentlich. Ich habe erstens noch ein Netzwerk hier, da ich die Kontakte nie abgebrochen habe. Zweitens ist es eine Möglichkeit, das, was ich vorher gemacht habe, jetzt in der Heimat zu machen."

Was fasziniert Sie so an den Klangspuren?
"Das eine ist das Festival an sich, das sich sehr themenspezifisch jedes Jahr mit zeitgenössischer Musik beschäftigt. Und das andere ist, dass dieses Festival während des Jahres ausstrahlt, und zwar in die Region, mit den verschiedensten Projekten und das finde ich eigentlich mindestens ebenso wichtig. Das ist eine Verbindung, die findet man auf diese Weise nicht so schnell."

Als Sie erfahren haben, dass Sie die neue Geschäftsführerin sind, wie haben Sie sich dabei gefühlt?
"Das war Mitte November. In meinem Leben bricht jetzt auch einiges um, es gibt viele Wechsel, aber grundsätzlich habe ich einfach gespürt, dass es das Richtige ist und da nehme ich dann auch gerne einen Wechsel und verschiedene Umbrüche in Kauf. Es ist eine Ehre, in die Fußstapfen von Maria-Luise zu treten. Sie hat das über 20 Jahre super aufgebaut, mit viel Ambition und Gedanken dazu, und es ist schon eine Art Geschenk, das zu übernehmen."

Was werden für Sie die Schwerpunkte sein?
"Das Festival bleibt natürlich. Ich finde die Projekte, die während des Jahres neben dem Festival herlaufen, wirklich toll und werde da jetzt sicher nicht irgendwelche radikalen Änderungen machen. Wenn ich mir das alles einmal angeschaut habe, dann werden wir logischerweise auch neue Projekte andenken, aber das wäre jetzt noch ein Schritt zu früh, da konkrete Aussagen zu machen."

Sie waren zuletzt in St. Pölten. Wie kam es dazu, dass Sie jetzt bei den Klangspuren in Schwaz sind? Wie war das Bestellungsverfahren?
"Ich habe mich beworben und es hat Bewerbungsgespräche gegeben und wir haben und einander vorgestellt, angenähert und und alle von allen Seiten gegenseitig abgecheckt ob das passt und ich von meiner Seite kann sagen, für mich passt das gut, das ist etwas, das mich wirklich interessiert und offensichtlich hat die andere Seite auch geglaubt, dass es passt, sagen wir mal so."

Waren Sie selbst Besucherin der Klangspuren?
"Ja, und zwar von ganz von Anfang an. Das ist gleichzeitig entstanden wie ich aus Schwaz weggegangen bin. Das war während meiner Zeit in Amerika und es hat mich damals schon fasziniert, was sich da alles während meiner Abwesenheit plötzlich tut. Ich habe es auch immer toll gefunden, dass ganz spezielle Konzertorte gefunden worden sind, seis im Freien, seis in Lagerhallen, seis am Berg und das wirklich mit zeitgenössischer Musik verbunden habe ich eine super Idee gefunden und ich habe sogar einige Ideen weiterverwendet, die ich damals gehört habe (lacht)."

Werden Sie das Festspielhaus in St. Pölten vermissen?
"Ja, schon. Ich werde es auf alle Fälle vermissen. Es ist ein guter Abschied, es ist einfach ein anderes Aufgabengebiet gewesen, die Genres waren breiter gestreut, es war nicht nur Musik, es war viel Tanz, Performance, Musiktheater und Musik. Ich habe ein gutes Team gehabt, die werde ich alle sehr vermissen. Auch die Zusammenarbeit mit der künstlerischen Leitung und mit der Geschäftsführung war sehr gut, aber ich bin jetzt auch froh, einen Fokus wieder nur auf die Musik legen zu können, weil ich ja da eigentlich herkomme." 

Hat es schon Gespräch mit Matthias Osterwold gegeben bezüglich der zukünftigen Zusammenarbeit?
"Ja, es hat schon Gespräche gegeben. Es ist relativ klar, wie die praktische Zusammenarbeit ausschauen wird und die inhaltliche Arbeit wird sich dann im Laufe der Zeit ergeben."

Wo: Klangspuren, 6130 Schwaz auf Karte anzeigen
Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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