Versorgung
Wasserehe zwischen Buch und Jenbach steht

Die Wasserversorgung in der Gemeinde Buch ist mit der Verbundleitung gesichert
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BUCH (red). Im Herbst 2019 erfolgte der Baubeginn zur neuen Wasser-Verbundleitung Jenbach-Buch.

Mit dieser Verbundleitung soll das Trinkwasser der Marktgemeinde Jenbach in die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Buch i. T. eingespeist werden. Dies wurde nötig, da die Gemeinde Buch i. T. aufgrund der stark erhöhten Antimonwerte der „Blaiknerquellen“ und der (noch) im Rahmen befindlichen bzw. leicht erhöhten Antimonwerte des Tiefbrunnens St. Margarethen über keine eigenen, dauerhaft „verkehrsfähigen“, Trinkwasserresourcen verfügt.
Das Trinkwasser der Marktgemeinde Jenbach wird im Bereich der Augasse in Jenbach entnommen, fliest in den Rohrleitungen zur neuen Drucksteigerungsanlage Buch im Bereich des Kreisverkehrs auf der B171 (Zubringer nach Jenbach). Größtenteils wird das Trinkwasser von dort im Eigendruck weiter direkt in den Hochbehälter St. Margarethen geleitet, für den Fall, dass es im WVA-Netz der Marktgemeinde Jenbach zu großen Entnahmen kommt und der Eigendruck nicht ausreicht, wird automatisch die Drucksteigerungsanlage Buch aktiviert und das Trinkwasser in den Hochbehälter gepumpt. "Unsere Wassermeister haben über das neue Leitsystem, welches ebenfalls in den letzten Monaten umgerüstet und erweitert wurde, jederzeit Einblick in alle Vorgänge innerhalb der WVA Buch. Bis Weihnachten 2019 wurden bereits alle Leitungsteile gegraben bzw. unter Autobahn, Inn und Landesstraße gebohrt und der Beton- sowie Anlagenbau der Drucksteigerungsanlage Buch i. T. errichtet, es fehlen derzeit lediglich ca. 250 m Leitungsbau im oberen Bereich der Raffau. Die Arbeiten zu diesem letzten Abschnitt haben Anfang März begonnen", erklärt Bürgermeisterin Marion Wex.

Gemeinde informiert

Es wäre möglich gewesen bis Ende April 2020 mit der gesamten Anlage in Betrieb zu gehen – einige Monate früher als ursprünglich geplant -, allerdings lässt sich dieser Termin aus gegebenem Anlass leider nicht mehr einhalten, derzeit kann nicht abgeschätzt werden, bis wann dieses neue „Herzstück“ der WVA Buch i.T. in Betrieb gehen kann. Die Baustelle wurde durch die Fa. Strabag eingestellt, was auch konform mit der aktuellen Gesetzgebung ist.
Trotzdem blicken wir in die Zukunft: Wenn die Verbundleitung in Betrieb genommen werden kann, ist die Versorgung mit verkehrsfähigem Trinkwasser für Buch i.T. für die Zukunft gesichert. Die Wasserhärte wird sich auf ca. 9,5° dH absenken, es wird somit wesentlich „weicher“ sein, als derzeit. Dies wirkt sich sehr positiv auf den Betrieb von Haushalts-
geräten wie Waschmaschinen, Kaffeemaschinen etc. aus, da zukünftig weniger häufig „Anti-Kalk“-Zusätze beigemengt bzw. Entkalkungen in größeren Abständen durchgeführt werden müssen.
Allerdings kann es unter Umständen sein, dass sich durch das weichere Trinkwasser in der Anfangszeit im Leitungsnetz oder auch in Ihren Hausinstallationsleitungen sogenannte Inkrustationen (Ablagerungen) lösen, welche aber nicht schädlich sind, meist handelt es sich um Rostablagerungen. Dies kann dazu führen, dass ich das Trinkwasser zu Beginn leicht bräunlich verfärbt. Es sollten daher bitte von jedem Wohnungs- oder Hausbesitzer die Trinkwasserfilter im Gebäude öfters kontrolliert und diese ggf. gereinigt sowie die Wasserhähne etwas länger offengelassen werden, um die Leitungen gut durchzuspülen. An den Druckverhältnissen im Leitungssystem ändert sich durch diesen Neubau nichts, da das Trinkwasser nach wie vor in den beiden Hochbehältern HB St. Margarethen und HB Maurach gespeichert und von dort verteilt wird.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Gemeinde Buch i. T. mit der Verwirklichung dieser Verbundleitung einen großen Schritt zur langfristigen Absicherung der Wasserversorgung auf dem neuesten technischen und hygienischen Standard setzt.

Erneuerung

In der Folge ist geplant den Hochbehälter Maurach zu erneuern und das Speichervolumen von 100 m³ auf 400 m³ zu erhöhen sowie einige Leitungserneuerungen durchzuführen und Ringschlüsse in weiten Teilen des Gemeindegebiets zu errichten. Damit wird dann auch die vollständige Löschwasserabdeckung des gesamten Gemeindegebiets sichergestellt sein und ebenfalls die Druckverhältnisse in den Bereichen, in welchen derzeit die Drücke zu gering sind, auf die ÖNORM-konformen Werte angehoben werden. Derzeit ist der Baubeginn des neuen Hochbehälters Maurach mit Herbst 2020 vorgesehen, allerdings kann sich dies aufgrund der aktuellen Lage weiter nach hinten bzw. ins Jahr 2021 verschieben.

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Autor:

Florian Haun aus Tirol

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