10.10.2016, 15:17 Uhr

Food-Coop wurde neu gegründet

Hinter dem ehemaligen Gasthof Föhrenhof entsteht das Gemeinschaftslager der Food Coop.

Ein neuer Trend entwickelt sich: Food Coop. Dabei handelt es sich um Einkaufsgemeinschaften, die gesammelt von regionalen Anbietern einkaufen und von einem zentralen Punkt abholen. Eine neue Food Coop ist jetzt in Vomperbach entstanden.

Michaela Brötz hat ein Herz für die Menschen und für die Umwelt. Sie hat nicht nur für das Erfolgskonzept der Repair Cafés im ganzen Land gesorgt, sondern ist auch verantwortlich für die Ausbreitung des Trends der Food Coops (Food Cooperations, dt.: Lebensmittelgemeinschaften). Während es dieses Konzept beispielsweise in Wiesing bereits gibt, hat sich jetzt mit Anfang September eine neue Gemeinschaft in Vomperbach zusammengetan. „Die größte Herausforderung war es, ein passendes Lager zu finden, das für Lieferanten wie Gemeinschafts-Mitglieder gleichermaßen gut zu erreichen ist und zudem gute Lagerbedingungen für die Lebensmittel aufweist“, beschreibt Michaela Brötz die anfänglichen Schwierigkeiten des Projektes. Doch das Gemeinschaftslager wurde schließlich gefunden. In einem Nebengebäude des ehemaligen Gasthofs Föhrenhof in Vomperbach werden alle Anforderungen erfüllt. Die Teilnehmer der Gemeinschaft haben alles sauber geputzt und aufgepeppt und schon konnte es losgehen.
„Die Food Coop ist ein Verein, der die Infrastruktur für die Direktvermarktung organisiert. Wir sind keine Konkurrenz zu Supermärkten und wollen das auch nicht sein. Bei uns hat jeder Mitspracherecht darüber, wo und was gekauft wird. Jeder trägt in einer Liste ein, was er für die Folgewoche bestellen will, ab Freitag kann er es dann im Gemeinschaftslager abholen. Während wir am Anfang nur mit Gemüse begonnen haben, gibt es jetzt auch tierische Lebensmittel wie Milch, Honig, Käse und Fleisch, auch Getreide ist im Angebot. Die wichtigste Priorität ist, dass es lokal ist“, erklärt Brötz das Konzept. Die Lebensmittel werden plastikfrei von den Lieferanten ins Lager gebracht. Jeder trägt den Verein mit, Mithilfe bei der Organisation, im Lager oder in der Vereinsführung ist für jeden Teilnehmer selbstverständlich. „Es ist einfach eine andere Art des Einkaufens, man kann kontrollieren und mitgestalten, was man isst, und es zählt noch die Handschlagqualität“, so Brötz abschließend. Für das Projekt gab es eine Landesförderung über 2.000 Euro.
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