09.01.2018, 19:43 Uhr

Im Stich gelassen

LA Edi Rieger kritisiert schleppende Abwicklung bei Wohnungsschäden. Betroffener Mieter wartet seit Monaten auf Hilfe

SCHWAZ (dw). In letzter Zeit häufen sich immer wieder die Vorwürfe gegen einige Hausverwalter bzgl. deren Umgang und Vorgangsweise bei Wohnungsschäden (Wassereinbruch, Schimmel, usw.). Wohnungs- Stadtrat Edi Rieger: „Hier werden Mieter im wahrsten Sinne im Regen stehen gelassen, vom Schadenseintritt  bis zur Behebung vergeht leider sehr viel Zeit und mit etwas gutem Willen und den heutigen technischen Möglichkeiten müssten Schäden innerhalb von 1-2 Wochen (ohne Trocknungszeit) wohl behoben sein. Mieter Christoph Derfeser, selbst Angestellter einer Gem. Wohnbaugesellschaft, meldete einen Wassereinbruch an der Decke seiner Wohnung an die zuständige Hausverwaltung am 28. August 2017 nach Wien. „Es folgte keine Reaktion, am 8. Oktober sendete ich weitere zwei Mails und erst am 24. November erfolgte endlich eine Schadensbesichtigung mit der Zusage „sobald ein Dachdecker Zeit hat, wird der Schaden umgehend behoben“- das kann aber bis März dauern“ so der Mieter der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin die Wohnung in der ehemaligen Tabaksiedlung bewohnt. „Auch der teilweise rüde Umgangston mit Betroffenen wird oft  kritisiert, Verständnis und Hilfsbereitschaft sehen wohl anders aus. Die Hausverwaltungen üben ihre Tätigkeit ja nicht gerade ehrenamtlich aus, Mieter aber auch die Besitzer werden entsprechend zur Kasse gebeten und die Kosten der Schadensbehebung werden im Zuge der Betriebskosten-Abrechnung den Bewohnern in Rechnung  gestellt. Daher sollte  eine sachliche, lösungsorientierte und vor allem zeitnahe Abwicklung wohl in beiderseitigem Interesse sein. Natürlich gibt es in jeder Branche „schwarze Schafe“, daher dürfen nicht alle Verwalter und Wohnbauträger in einen Topf geworfen werden“. StR Rieger der
noch im Frühjahr einen „Runden Tisch“ mit den Verantwortlichen aller Wohnbauträger, unabhängigen Sachverständigen sowie mit den Schwazer Bürgern plant, wo Themen wie z. B. Gewährleistungsfristen, Qualitätskriterien, Leistbarkeit, Schadensbeseitigung, Wohnungs- Vergabe, usw. diskutiert werden können. „Den Zuständigen in der Stadt Schwaz ist das Wohlbefinden gerade im Wohnbereich ihrer Bürger ein großes Anliegen, daher sind in den kommenden Jahren sehr viele Wohnprojekte sowohl im Miet- aber auch Eigentumsbereich geplant“ so der StR Rieger abschließend.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.