25.05.2017, 21:53 Uhr

Fassungslosigkeit über weitere Lobautunnel-Bauverzögerung

Nicht nur in der Region Schwechat ist man fassungslos über die neuerliche Verschiebung der Inangriffnahme des Lobautunnels. „Wie lange müssen wir noch auf den Baustart des Lobautunnels warten?“, fragt Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der WK Wien. „Wenn es nach dem Verwaltungsgericht geht, bis in alle Ewigkeit. Und noch ein Jahr länger.“
Die Asfinag hat bereits 2009 das S1-Projekt eingebracht. Aufgrund langwieriger Verfahren wird der Baustart nun noch weiter verzögert und kann erst 2019 erfolgen. „Das ist ein bürokratischer Irrsinn. Es geht hier schließlich nicht um den Bau eines Atomkraftwerks, sondern um den Bau eines Tunnels für eine lebensnotwendige Straße“, so Sertic. „Und dieser soll den Verkehr reduzieren und den CO2-Ausstoß verringern.“

In Betrieb wird der Lobautunnel darum erst 2026 gehen. „Das ist zu spät. Wien wird ein immer wichtigerer Knotenpunkt in der Logistik-Branche. Die Stadt ist einer der größten Warenumschlagplätze in Mitteleuropa“, so Sertic. „Um diese Poleposition - aber auch den Umweltschutz - weiter auszubauen, muss eine funktionierende Infrastruktur sichergestellt werden. Und das möglichst schnell.“
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