Aufregung über den neuen Bus 71B

300 Unterschriften übergaben Leo Prochazka und Pfarrer Pavel Poverzan an Bezirksvorsteher Paul Stadler (v.r.).
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SIMMERING. Über den 71A, der Schwechat mit Kaiserebersdorf verband, gab es regelmäßig Beschwerden. Unpünktlichkeit und zahlreiche Kurzführungen regte die Simmeringer auf.

Als Gegenmaßnahme teilten die Wiener Linien die Buslinie: Der 71A pendelt seit Jahresbeginn im 15-Minuten-Takt zwischen dem 3. Tor Zentralfriedhof und Schwechat. Zusätzlich wurde der 71B eingeführt. Er führt vom 3. Tor Zentralfriedhof über die Thürnlhofstraße und die Kaiserebersdorfer Straße sowie die Etrichstraße bis zum Bahnhof Kaiserebersdorf. Morgens und abends fährt er noch weiter ins Industriegebiet hinter dem Zentralfriedhof mit einer Umkehrschleife beim 9. Tor.

300 Unterschriften gesammelt

Das verärgerte die Kaiserebersdorfer. Vor allem, dass der Münnichplatz und die Dreherstraße nicht mehr vom 71B angefahren werden, erregte großen Unmut bei den Anrainern.

Pfarrer Pavel Poverzan und Leo Prochazka (ÖVP Simmering) sammelten innerhalb kurzer Zeit 300 Unterschriften für die weitere Versorgung des Ortszentrums von Kaiserebersdorf. "Auch die Dreherstraße muss weiterhin durch die Öffis angebunden werden", fordert Prochazka.

Etrichstraße: Bim und Bus

Durch die Umstellung ist für die Anrainer nun ein erheblicher Zeitaufwand nötig, um zu den Öffis zu kommen. "Ich verstehe nicht, warum der Bus durch die Etrichstraße geführt wird, wo sowieso die 6er-Bim fährt", so Anrainerin Christine Scheibl.

Auch Direktorin Silvia Beck von der Volksschule Münnichplatz klagt über eine Verschlechterung der Situation. Schließlich waren Schulkinder und Lehrerinnen täglich mit dem Bus unterwegs. Auch der Pfarrkindergarten nutzte die Öffi-Verbindung regelmäßig, so Poverzan.

Anbindung zur S-Bahn

Die Wiener Linien verweisen, dass der Münnichplatz weiterhin von den Bussen 76B, 79A und 79B angefahren werde. Auch wäre nun eine bessere Anbindung zur S-Bahn-Station Kaiserebersdorf gegeben. Weiters wurde der 71er in der Dreherstraße nur selten benutzt.

Pfarrer Poverzan und der Bezirkspolitiker Prochazka können der Argumentation nur wenig abgewinnen. "Die Menschen haben uns mitgeteilt, dass ihnen nun eine direkte Verbindung zur Thürnlhof-Siedlung mit Post Partner, Bank und Lebensmittelgeschäften fehlt", so Prochazka. Sie überreichten die 300 gesammelten Unterschriften für eine Anbindung des Ortszentrums an den 71B an Bezirksvorsteher Paul Stadler. Dieser sagte zu, sich für eine Verbesserung der Situation einzusetzen.

300 Unterschriften übergaben Leo Prochazka und Pfarrer Pavel Poverzan an Bezirksvorsteher Paul Stadler (v.r.).
Die Strecke des 71B.

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