Neues Flüchtlingsheim in Wien-Simmering

Im Aufenthaltsraum im Keller wird auch Deutsch gelernt, so Hausleiterin Tamara Pfaffelmoser.
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  • hochgeladen von Karl Pufler

SIMMERING. In ein vierstöckiges Haus nahe an der Grenze zur Landstraße hat sich die Volkshilfe eingemietet. Hier gibt es 29 Wohneinheiten, die von Asylwerbern bezogen werden.

"Hier wohnen zum Großteil Familien", so die Hausleiterin Tamara Pfaffelmoser. Von den 72 Menschen, die hier auf der Flucht vor dem Krieg ein zwischenzeitliches Zuhause gefunden haben, sind 30 Kinder.

Davor waren die Asylwerber in der Kundmanngasse untergebracht. Doch der Vertrag lief nach eineinhalb Jahren aus und der Eigentümer errichtet einen neuen Bau.

Tägliche Routine

Da traf es sich gut, dass das großteils leer stehende Haus in der Simmeringer Hauptstraße einen Mieter suchte. Die Volkshilfe hat sich auf zehn Jahre eingemietet.

Bei der Besichtigung fällt auf, dass kaum jemand zu sehen ist – weder vor noch im Gebäude. "Ganz klar, auch hier leben die Menschen mit ihrer täglichen Routine", so Pfaffelmoser. Das heißt, dass die Erwachsenen in den Deutschkurs gehen oder die täglichen Lebensmitteleinkäufe erledigen. Die Kinder gehen in der Landstraße zur Schule.

Karge Ausstattung

Die Wohnungen messen zwischen 20 Quadratmeter für drei Menschen und 40 Quadratmeter für fünf Personen. Ausgestattet sind sie mit Betten, Kasten, Tisch, Sessel, Kühlschrank und Badezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken. Wer keine Kochnische in der Wohnung hat, kann eine Gemeinschaftsküche im vierten Stock nutzen.

Im Keller, wo früher eine Bäckerei war, ist heute ein Aufenthaltsraum und eine Waschküche. Bis zu 15 Ehrenamtliche kommen regelmäßig ins Haus, um den Asylwerbern beim Deutschlernen zu helfen und Nachhilfe zu geben. Auch Kunsttherapeutinnen kommen regelmäßig und das gemeinsame Kochen ist ein Fixpunkt für die hier Wohnenden.

Im Aufenthaltsraum gibt es zwar ein Fernsehgerät, aber das ist nicht angeschlossen. Kein Problem, weiß Pfaffelmoser. Die Familien, die hier wohnen, bleiben meist in den eigenen vier Wänden.

In der Simmeringer Hauptstraße warten die Bewohner auf ihren Asylbescheid. Wenn dieser ausgestellt ist, geht es für sie weiter in ihr endgültiges Zuhause.

Im Aufenthaltsraum im Keller wird auch Deutsch gelernt, so Hausleiterin Tamara Pfaffelmoser.
Noch ist die Gemeinschaftküche spärlich eingerichtet. Es gibt drei Kochstellen für 20 Menschen, die hier ihre Mahlzeiten zubereiten, so Haus-Leiterin Tamara Pfaffelmoser.

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