10 Jahre staatliche Ermächtigung

Berufstaucher Stefan Arnesch am Längsee
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EOBV - Der staatlich ermächtigte Tauchverband

Seit der Gründung des EOBV im Jahre 1985 am Wörthersee und der Mitbegründung der CEDIP im Jahre 1992 zählt der EOBV mittlerweile weit über die Staatsgrenzen hinaus zu einem der professionellsten Tauchverbände. Seit 2008 ist auch das Tauchen in Österreich gesetzlich geregelt.

Eine der größten Errungenschaften war nach Jahrzehntelanger Tätigkeit im Sporttauchsektor der Erhalt der staatlichen Ermächtigung im Jahre 2008. Hierdurch wurde das fundierte und durchdachte Ausbildungssystem des EOBV nicht nur als grundlegender Ausbildungsweg in den staatlichen Tauchausbildungen aufgenommen (z.B. Militär, Polizei...) sondern der EOBV erhielt nach jahrelanger Prüfung aller Zweige und der Ausbildungsrichtlinien auf Grund seiner Kompetenz als bisher erster und einziger Tauchverband eine staatliche Ermächtigung.

Das bedeutet dass wir basierend auf den gesetzlichen Grundlagen über das Recht verfügen, Zeugnisse im Sinne der Fachkenntnisnachweis-Verordnung, FK-V, Bundesgesetzblatt, BGBI. II Nr. 13/2007, für Arbeitstaucher für allgemeine Taucharbeiten, Ingenieurs- und Forschungstaucharbeiten sowie für die Tätigkeiten als Signalperson auszustellen.

Der Begriff „Berufstauchlehrer“ haftet an dieser Grundstruktur. Im Vergleich zum „Tauchlehrer“ definiert sich der Begriff „Berufstauchlehrer“ dadurch dass dieser den gesamten Ausbildungsweg entsprechend der Internationalen Richtlinien und Gesetzgebungen nachweislich absolviert hat und somit verfügt dieser über eine rechtliche Berufsausbildung.

Rechtlich sieht das so aus: Eine staatlich ermächtigte Ausbildungseinrichtung ist auf Grund ihres vorgelegten Lehrplanes, der natürlich den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen muss, per Bescheid (=Rechtsnorm) ermächtigt, Ausbildungen durchzuführen und auch entsprechende ZEUGNISSE auszustellen. Diese Zeugnisse haben in der EU und allen Staaten die Verträge mit der EU abgeschlossen haben RECHTSCHARAKTER und sind somit anzuerkennen.

Der EOBV leistet nicht nur Aufklärungsarbeit bei diversen Vereinen und Organisationen sondern Arbeitet auch mit staatlichen Einrichtungen zusammen welche den professionellen Tauchsektor berühren, ebenso mit der Polizei, Militär, Feuerwehr, Wasserrettung, diversen Sonderkommandos (Cobra, ESD, Jagdkommando, Entminungsdienst,…) usw.

Was habe ich als einfacher Taucher davon?
Für den normalen Sporttaucher spielt die staatliche Ermächtigung, abgesehen von einer fundierten Ausbildung, vorerst keine Rolle. Erst, wenn sich der Tauchschüler zu einer weiterführenden Ausbildung entscheidet, kommt diese Ermächtigung zum Tragen, denn dann ist unsere qualitativ hochwertige Ausbildung von Beginn an schon wichtig. Erst die Weiterentwicklung zeigt den Weg, aber der Grundstein wird bereits in den Anfängen mit einer fundierten Ausbildung gelegt. Viele bleiben auf der Qualifikation „Selbständiger Taucher“ stehen und haben viel Spaß daran. Soll auch so sein, aber den wenigen Anderen können wir aufgrund unserer Ermächtigung eine international anerkannte Berufsausbildung geben.

Der EOBV und die CEDIP
Als Mitbegründer der CEDIP ist der EOBV auch heute noch im „european committee of professional diving instructors“ aktiv an der Arbeit am europäischen Tauchsektor tätig. Zurzeit ist unser Finanzreferent Erwin Matiasch Vizepräsident der CEDIP.

Wichtigkeit einer Professionellen Tauchebene
Die jüngsten Ereignisse beim Höhlenunglück in Thailand haben gezeigt wie wichtig es ist das es Internationale Vernetzungen auf professioneller Tauchebene gibt. Denn nur gemeinsam konnte die Herausforderungen bewältigt werden. Diesbezüglich arbeitet der EOBV auf europäischer und internationaler Ebene aktiv mit um den vorhandenen Standard zu halten und immer wieder entsprechend neuen Erkenntnissen zu verbessern. Die Ausbildung von Spezialtauchern in verschiedenen spezifischen Bereichen des Tauchens zählt ebenfalls zu den Aufgaben des EOBV und der CEDIP.

Aktive Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen
EOBV Tauchlehrer finden sich Österreichweit in allen Bereichen des Wasserdienstes. Dort sind diese nicht nur aktiv in der Ausbildung tätig sondern bieten auch Weiterbildungen und Aufklärung zu diversen Themen sowie nötigenfalls aktive Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort. So wurden z.B. jüngst bei dem Unfall bei der Seeüberquerung am Wörthersee am 7. Juli 2018 zwei Spezialtaucher des EOBV angefordert um die vermisste Person aus über 60m Tiefe zu Suchen und zu Bergen.

Der EOBV in Österreich
Der EOBV zählt zurzeit 11 Tauchstützpunkte in Österreich, 77 aktive Tauchlehrer welche vorwiegend Sporttaucherausbildungen, aber auch Mischgastauchen, Technisches Tauchen, Arbeitstauchen usw. Ausbilden. Mit der CEDIP wird auch auf europäischer Ebene mit mehreren Tauchverbänden zusammengearbeitet. Intern gliedert sich der EOBV der ein Verein ist, welcher aber wirtschaftet und wie eine Firma geführt wird, in ein Präsidium, einen Vorstand (diverse Ressorts), eine Ausbildungskommission, ein Schiedsgericht, Rechnungsprüfer und eine Geschäftsstelle.

Der EOBV in Kärnten
Öffentlich vertreten wird der Erste Österreichische Berufstauchlehrerverband durch unseren Pressesprecher Stefan Arnesch aus Strassburg.

Gerald Christl aus Krumpendorf (Ausbildungsleiter Stv.) und Siegfried Lobnig aus Eberndorf (Ausbildungskommisär) arbeiten ebenso aktiv im Verband mit.

Fotos: EOBV / Einsatztaucher FF St. Veit / Glan / Tauchdienst Burgenland

Stefan Arnesch / Öffentlichkeitsarbeit
EOBV Ressortleiter Presse

www.eobv.eu
Mail: presse@eobv.eu

Autor:

Stefan Arnesch aus St. Veit

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