Brauchtum zu Weihnachten: Mit würzigem Rauch das Unheil abwehren

Expertin Inge Auer im Brauchtumsmuseum Metnitz
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METNITZ. Die zwölf Nächte nach dem Thomastag (21. Dezember) sind die Raunächte. Der Brauch des Räucherns hat in den meisten Familien noch Tradition.
"Das Räuchern ist ein uralter Brauch und entstammt wahrscheinlich noch aus vorchristlicher Zeit. Es ist aber fester Bestandteil der christlichen Weihnacht geworden", weiß die Metnitzer Brauchtumsexpertin Inge Auer. Im Buch „Zeitreise durch Metnitz" ist das Brauchtum rund um Weihnachten genau beschrieben – so wie das Räuchern.

Die Zutaten

Die „Räucherhäfen" oder Pfannen sind schon hergerichtet. Am Heiligen Abend gibt man Zutaten wie vorwiegend Kramatbier (Wacholder), Weihholz (die geweihten Zweige vom letzten Palmsonntag) und einen „Speik" hinein. Danach holt man aus dem Ofen oder Herd glühende Kohlen. So entsteht ein würzig duftender Rauch.
"Der Bauer nimmt den rauchenden Topf in die Hand. Die Bäuerin oder ein Kind nimmt das Häfale mit Weihwasser und einen Fichtenzweig in die Hand und folgt dem Bauern, der im Haus jeden Raum und auch den Stall fest ausräuchert und alles wird mit Weihwasser besprengt", sagt Auer. Damit soll Unheil und Böses abgewehrt werden. Es erfüllt aber auch die Gebäude mit einem wohligen Duft. Am Silvesterabend wiederholt sich dasselbe Ritual wieder.

Räuchern am Dreikönigsabend

Am Dreikönigsabend, dem 5. Jänner, ist noch einmal zum Räuchern. Dieses Mal geht man dreimal um Haus und Hof. Damit enden auch die Raunächte und mit Dreikönig der innere Weihnachtskreis.

Das Buch „Zeitreise durch Metnitz“ befasst sich vorwiegend mit dem Brauchtum aus der Gemeinde Metnitz. Vieles davon ist noch lebendig, aber manches gibt es nicht mehr, weil sich einfach zu viel geändert hat – in der Lebensweise der Menschen, bei der Arbeit, der Wirtschaft und in der kirchlichen Gemeinschaft.
Das Buch ist um 35 Euro bei der Brauchtumsgruppe Metnitz, Raiffeisenbanken Metnitz, Friesach und Althofen, Spielwaren Schöffmann, Buchhandlung Besold sowie der Buchhandlung Heyn erhältlich.

Expertin Inge Auer im Brauchtumsmuseum Metnitz
Im Buch ist auch der Brauch des Räucherns beschrieben

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