Deutsch-Griffen
Das Museum startet in die erste Saison
- Der Museumsverein Deutsch-Griffen betreibt das Heimatmuseum im Pfarrstadel. Museumsleiterin ist Daphne M. Gerzabek.
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In die erste Saison startet das Heimatmuseum Deutsch-Griffen mit dem Schwerpunkt „NaturLeben“.
DEUTSCH-GRIFFEN. Die Gemeinde Deutsch-Griffen und der Museumsverein Deutsch-Griffen öffneten letzten Herbst das Heimatmuseum in Deutsch-Griffen. Die Realisierung des Heimatmuseums im Pfarrstadel der Gemeinde wurde über das Leader-Programm der Regionalentwicklung Kärnten Mitte teilfinanziert.
Erste Museumssaison
In die erste Museumssaison startet das Heimatmuseum Deutsch-Griffen mit dem Themenschwerpunkt „NaturLeben“. Seit Jahrzehnten, in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt, müssen die Medien über Klimakrise, Umweltverschmutzung, Artensterben, nicht artgerechte Tierhaltung – die Liste ließe sich leider lange fortsetzen – und die katastrophalen Folgen ökonomieeffizienten Handelns berichten. Deshalb setzt das Heimatmuseum Deutsch-Griffen den Akzent auf Ökologie, gibt Museumsleiterin Daphne M. Gerzabek bekannt.
- Roswitha Gradischnig zeigt ein kleinformatiges Aquarell aus der Serie „Blumenfarben” das Blatt „Blumen Blau”
- Foto: Heimatmuseum Deutsch-Griffen
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"Im Rahmen des Sammlungsbestandes, das dem eines Universalmuseums im Kleinformat entspricht, widmen wir uns dem Singvogel- und Artenschutz sowie dem Wald als Wirtschaft- und Erholungsfaktor." Im Rahmen der mit Mitteln des Leader-Programms kofinanzierten Museumsrealisierung sind die Erhaltung und der Schutz des Kulturerbes wie des Naturerbes vorgesehen. Da die Natur die Basis unseres Lebens in jedem Kulturraum darstellt, sind die Gemeinde Deutsch-Griffen sowie der Museumsverein Deutsch-Griffen bemüht, vom Honigbienenschutz bis zur umweltverträglichen Nutzung des ländlichen Raumes alles anzugehen.
Garant für die Erhaltung
"Das Heimatmuseum, einst Garant für die Erhaltung eines exklusiven kulturpolitisch definierten Heimatbegriffs, wandelt sich aus dem heutigen Blickwinkel zwingend in einen naturbezogenen. Heimatschutz begreift sich heute als Naturschutz. Besonders freuen wir uns auch als erstes Museum in Kärnten, Partner der weltweiten Initiative MuseumForFuture zu sein, am Umweltschutz mitzuarbeiten und das Bewusstsein dafür zu verbreiten", heißt es seitens der Museumsleitung.
Die Sonderausstellung
Für die Sonderausstellung "en miniature" konnten zwei Künstlerinnen gewonnen werden, die sich seit Jahren mit den Phänomenen der Flora und Fauna auseinandersetzen. Roswitha Gradischnig zeigt ein kleinformatiges Aquarell aus der Serie „Blumenfarben” das Blatt „Blumen Blau” (2019). Nicht nur für Blumenfreunde und Botaniker sind die Aquarelle der in Klagenfurt geborenen Künstlerin faszinierend, weist doch jedes einzelne Kunstwerk bis zu 50 unterschiedliche Blumenarten auf, die in naturalistischer Manier wiedergegeben sind. „Blumen Blau” ist noch bis 16. Juli während der Öffnungszeiten zu betrachten.
Nina Herzog zeigt dann ab 16. Juli bis 26. September aus der Serie „Menschenbildnisse” eine Zeichnung auf Karton. Ein mehrdimensionales installatives Medienprojekt ist vom Künstlerehepaar Sigrid Friedmann und Ulrich Kaufmann erarbeitet und wird Mitte August im Schauraum des Museums zu besichtigen sein.
Die Vermittlung
Anstelle von Führungen finden heuer Vorträge im Schauraum des Museums mit Museumsleiterin und Kuratorin Daphne M. Gerzabek statt. Diese Vorträge starten am Sonntag, 6 Juni, 15 Uhr.
- Johannes Löscher von der FAST Ossiach konnte für den Gastvortrag „Wald im Spannungsfeld zwischen Bewirtschaftung, Gesundheit und Sozialfunktion“ gewonnen werden: Er referiert am Freitag, 9. Juli, 16 Uhr. Anschließende Diskussion mit Christian Greiner und eingeladener Aromaexpertin. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter 04270/7600 oder 0664/074 11 10 (Montag bis Donnerstag von 8.30 – 12 Uhr).
- Für den Aufenthalt im Innenraum während der Vorträge gelten die üblichen verordneten Abstandsregelungen.
- Zudem bietet man heuer erstmals Lehrausgänge in die umliegende Natur mit Kräuterexpertin Hermine Kohlweg, Waldpädagogin Eva Bernsteines, Falkner Claus Lassnig sowie Vogelschützer und Waldpfleger Werner Tamegger an. Der nächste Termin ist am Samstag, 19. Juni, 14 Uhr, zum waldpädagogischer Lehrausgang.
- Exkursionen in die Region zu Vogelkundler Bernhard Huber und Vogelkundler Roland Rauter am Samstag, 19. Juni, Start ist um 7 Uhr (Gärtnerei Huber/Obermillstatt. Dauer jeweils zwei bis drei Stunden. Eine Lehrausgang kommt ab sechs Personen zustande.
Öffnungszeiten 2021:
Bis Ende Juni von Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.
Ab 1. Juli bis 31. August täglich 10 bis 17 Uhr.
September von Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.
23. Oktober: Simon & Judäi Markt: 10 bis 17 Uhr
27. November: Krippensegnung, 10 bis 17 Uhr
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