Umwidmung läuft
Pläne für Gut Krumfelden gehen in Richtung Gesundheitsressort

Seit 2012 steht das Herrschaftshaus, das auch als Schloss bezeichnet wird, unter Denkmalschutz.
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  • Seit 2012 steht das Herrschaftshaus, das auch als Schloss bezeichnet wird, unter Denkmalschutz.
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Die Besitzer des Gutshofes Krumfelden geben bekannt, das ein Umwidmungsverfahren läuft. In naher Zukunft soll in Krumfelden ein Projekt zum Thema Gesundheit realisiert werden.

KRUMFELDEN. Der herrschaftliche Gutshof Krumfelden blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Krumfelden hat österreichweit für Aufsehen gesorgt, als dort im August 2015 Flüchtlinge ankamen und in Folge ein Containerdorf errichtet wurde. Seit Oktober letzten Jahres sind die Container abgebaut. Nun sollen auf dem ehemaligen Gutshof neue Zeiten anbrechen.

Umwidmung beantragt

Die Krumfelden 1 GmbH, Klaus Auer und Andreas Maier, haben das Gut vor fünf Jahren erworben. Schenkt man Gerüchten glauben, tut sich nun einiges auf Gut Krumfelden. Auf Anfrage der WOCHE gibt Klaus Auer bekannt, dass ein Flächenwidmungsverfahren eingeleitet wurde. "Ziel ist, aus dem historischen Gutshof etwas besonders zu machen", sagt Auer. 

Der prächtige Weißdorn direkt vor dem Herrschaftshaus.
  • Der prächtige Weißdorn direkt vor dem Herrschaftshaus.
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Gesundheit als Thema

Man kämpfe aktuell mit der Corona-Pandemie, das Projekt sei zur derzeitigen Situation passend. "Das Thema Gesundheit steht im Vordergrund. Die Vorhaben auf Gut Krumfelden gehen in Richtung Gesundheitsressort. Wir glauben, dass das Gut in der Region der richtige Platz dafür ist. Auch weil wir uns am Tor zum Krappfeld befinden, wo Gesundheit und Ernährung eine wichtige Rolle spielen", hält Auer genauere Pläne noch bedeckt. Nur soviel: Der Gutshof-Charakter soll erhalten bleiben. Das Zentrum bildet das Gutshaus. Seit 2012 steht das Herrschaftshaus, das auch als Schloss bezeichnet wird, unter Denkmalschutz. Auch die anderen historischen Gebäude bleiben erhalten.

Der stärkste Baum Kärntens steht auf Gut Krumfelden: Klaus Auer sitzt im mächtigen Lindenbaum.
  • Der stärkste Baum Kärntens steht auf Gut Krumfelden: Klaus Auer sitzt im mächtigen Lindenbaum.
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Kraftort am Fluss

Das Gut ist ein Gartenparadies: Krumfelden ist ein Kraftort, davon ist Auer überzeugt. Die Lage direkt am Gurk-Fluss sei einzigartig, ebenso der Baumbestand, den Auer von Experten prüfen ließ. Das Schloss schmiegt sich an die historische Parkanlage, in der botanische Raritäten zu finden sind. "Der stärkste Baum Kärntens steht hier", weist Auer auf einen mächtigen Lindenbaum hin, dessen Alter auf mehrere hundert Jahre geschätzt wird. Der Umfang des imposanten Baumes beträgt zehn Meter. Ein ausladender Dirndlstrauch, eine auffallende Hängeesche und der prächtige Weißdorn, mit Blick auf das Herrschaftshaus, zählen zu den herausragendsten Gewächsen.

Im Einklang mit der Stadtgemeinde

Auer hebt die gute Infrastruktur hervor: Der Gutshof befindet sich am Stadtrand von Althofen, mit guter Anbindung an die B317, Bus und Bahn. 
"Die Stadtgemeinde steht den Plänen von Klaus Auer positiv gegenüber. Er setzt uns laufend über das Projekt in Kenntnis", sagt Bürgermeister Alexander Benedikt. Man sei im ständigen Austausch und freue sich über die Entwicklungen in Krumfelden.

Das älteste Gebäude auf Gut Krumfelden, im Hintergrund der Stadl.
  • Das älteste Gebäude auf Gut Krumfelden, im Hintergrund der Stadl.
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Das herrschaftliche Gut Krumfelden
Der Gutshof Krumfelden blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In den Urkunden wird Krumfelden erstmals 1074 als „predium Chrumpenveliwe“ erwähnt.
Was viele kaum wissen: Krumfelden war die letzte Erdäpfelschnapsbrennerei in Österreich. Erst im Jahr 2000 stellte man den Betrieb ein. Mautner-Markhof soll alle zwei Wochen 12.000 Liter Spiritus geholt haben.
2002 wurde der Gutshof stillgelegt. 13 Jahre später hat ihn die Krumfelden 1 GmbH, Klaus Auer und Andreas Maier, erworben. Krumfelden hat österreichweit für Aufsehen gesorgt, als dort im August 2015 Flüchtlinge ankamen und in Folge ein Containerdorf errichtet wurde. Seit Oktober letzten Jahres sind die Container abgebaut. Nun sollen auf dem ehemaligen Gutshof neue Zeiten anbrechen.

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