Zukunftskomitee Görtschitztal: Erste Projekte für die Zukunft stehen fest

Ein Herz für das Kärntner Brillenschaf hat der Krappfelder Landwirt Franz Höfferer vlg. Anderlehof
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BEZIRK ST. VEIT. Das Zukunftskomitee Görtschitztal hat in seiner letzten Sitzung Geldmittel für die ersten eingereichten Projekte von Bewohnern der Region von dem mit insgesamt 1,46 Millionen Euro dotierten Görtschitztalfonds freigegeben. 80.000 Euro werden für das Projekt „Norisches Lamm“ bereitgestellt. Ebenso gefördert werden Projekte zur Schaffung bzw. Ausbau von alternativen Lebensräumen in Hüttenberg und Guttaring mit je 5.000 Euro pro neugeschaffenen Pflegeplatz.

Klare Richtlinen

Um über die einlangenden Projektanträge fair und transparent entscheiden zu können, hat das Zukunftskomitee klare Projektbewertungskriterien erarbeitet. „Nach einer formalen Vorprüfung durch das Regionalmanagement kärnten:mitte entscheiden die Zukunftskomitee-Mitglieder anonym mit einem Bewertungsraster, ob Förderwürdigkeit besteht“, erklärt Zukunftskomitee-Vorsitzender Wolfgang Müller.

Das Norische Lamm

Ziel des Projektes "Norisches Lamm" ist die organisierte Vermarktung des Norischen Lamms – also das gesamtes Fleischsortiment, Wolle und Felle. Die Investitionskosten für ein Direktvermarktungszentrum beim Landwirtschaftlichen Betrieb von Franz Höfferer vlg. Anderlehof in Kappel liegen bei rund 200.000 Euro. Die Förderung durch den Görtschitztalfonds beträgt 80.000 Euro.

Ein neuer Verein

Höfferer ist Obmann des in Gründung befindlichen Vereins „Norisches Lamm“: Sechs landwirtschaftliche Betriebe aus fünf Gemeinden sind an diesem Projekt beteiligt, das voll auf die regionale Wertschöpfung und Versorgung ausgerichtet ist. Am Anderlehof wird schon seit zehn Jahren Direktvermarktung betrieben. Auf den Betrieben des Vereins „Norisches Lamm“ leben zehn Prozent des gesamten noch weltweit existierenden und vom Aussterben bedrohten Kärntner Brillenschafs.

Alternative Lebensräume

Brigitte Ratheiser plant auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb in Hüttenberg eine Erweiterung ihres bestehenden „Alternativen Lebensraums“ für pflegebedürftige Personen.
In denselben Bereich startet auch Griseldis Felsberger in Guttaring. Alternative Lebensräume sind bewilligte Einrichtungen des Kärntner Heimgesetzes. Es dürfen nicht mehr als sechs familienfremde Personen mit der Pflegestufe 0-3 zu Wohnzwecken untergebracht werden. Vorteil der Alternativen Lebensräume: In so kleinen Einheiten kann individuell auf Bewohner eingegangen werden. Die Förderung beträgt 5.000 Euro pro neugeschaffenem Pflegeplatz.

So viel Geld erhält man für Projekte
Von den 18 Zukunftskomitee-Mitgliedern aus allen Teilen der Gesellschaft wird zwischen folgenden Projekttypen unterschieden: Leitprojekt (ganze Region betroffen, max. Förderhöhe 150.000 Euro), Schlüsselprojekt (Teilregion, max. Förderhöhe 100.000 Euro) und sonstige Projekte (Einzelmaßnahmen oder nur eine Gemeinde involviert, max. 
Förderhöhe 50.000 Euro).

Nachhaltigkeit ist wichtig

„Wichtig ist uns auch ein Nachhaltigkeitscheck, den wir gleich zu Beginn anwenden, um Einmalaktionen zu vermeiden", sagt Regionalmanagement-Geschäftsführer 
Andreas Duller. Einreichen können Personen, Vereine und Körperschaften öffentlichen Rechts und Gebietskörperschaften. Bei der Beurteilungt werden außerdem förderrechtliche Rahmenbedingungen des Landes sowie anderer Förderprogramme angewand. Bei Projektanträgen mit wirtschaftlichem Hintergrund wird ein 20-prozentiger Eigenmittelanteil eingefordert.
Ein Herz für das Kärntner Brillenschaf hat der Krappfelder Landwirt Franz Höfferer vlg. Anderlehof
Autor:

Bettina Knafl aus St. Veit

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