Export in 28 Länder
Knappenberger Zinngießer Leikam zog Großauftrag an Land

Zinngießer Rupert Leikam mit den speziellen Formen.
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Rupert Leikam fertigte 11.000 Zinnstücke für exquisite Geschenksbox, die in 28 Ländern verteilt wird.

KNAPPENBERG. Im August letzten Jahres war Rupert Leikam mit einem Stand am Kunsthandwerksmarkt Ossiach vertreten. Ein Besucher sprach ihn auf seine unverwechselbaren Zinnstücke an, erzählte von einem Auftrag. Leikam dachte sich nicht viel dabei, aber "14 Tage später war der Herr bei mir in Knappenberg". Österreichs letzter Zinngießermeister erhielt einen interessanten Großauftrag: Für eine Grazer Firma stellte er 11.000 besondere Zinnexemplare her. Für den Zinngießer, der im September das 30-Jahr-Jubiläum feiert, ein Auftrag, der immense Leistungen forderte.  

700 Kilo Zinn aus Bolivien

"Von Mitte August bis Dezember habe ich Modelle und Formen entworfen. Es gab seitens der Auftraggeber viele Änderungen, die natürlich aufgrund der hohe Materialkosten kostspielig waren", sagt Leikam. Dann galt es, Zinn zu bestellen. Es sei schwierig gewesen, innerhalb kürzester Zeit 700 Kilo Zinn zu ordern. Leikam bekam schließlich das Zinn über einen deutschen Händler aus Bolivien.

Die Herstellung 

Leikam musste die Zinnstücke mit mehreren Formen gießen. Zwei Mitarbeiter halfen bei der Herstellung. "Mein Arbeitstag hatte 12 bis 14 Stunden. Es war ein irrsinniger Kampf".
Innerhalb von drei Monaten musste der Zinngießer die 11.000 Stück fertigen. Am Tag 130 Stück, in der Woche 920 Stück.
"Die kleinen Stücke gingen schneller, die größeren hatten ein Scharnier für einen Schlüssel und nahmen mehr Zeit in Anspruch. Bis ich einen Teil fertig hatte, hatte ich die Stücke zehn- bis zwölfmal in der Hand", erzählt Leikam. Auch die Formen und Modelle waren schwierig, "eine solche Herausforderung hatte ich bisher noch nie".
Ende März wäre Liefertermin gewesen. Aufgrund der Coronavirus-Krise liefert Leikam die Ware nun im Laufe dieser Woche nach Graz, wo sie weiterverarbeitet wird.

Exklusive Geschenksbox

Seine kleinen Kunstwerke sind Bestandteil exquisiter Geschenksboxen, die in 28 Ländern verteilt werden. Auf die Boxen kommen die von Leikam gegossenen Beschläge mit Scharnieren, Schlüssel und ein großes Emblem. In den Boxen befindet sich "ein sündhaft teurer Cognac, auf dem drei kleine Zinnstücke befestigt sind", erklärt Leikam. Zudem sei die Box gefüllt mit Zigarren und mundgeblasenen Cognacschwenkern.
Diese exklusive Box ist das Willkommensgeschenk für den Beitritt in einem elitären Club. Mitgliedsbeitrag 55.000 Euro. Wer Mitglied ist, darf den Privatjet benutzen, es gibt Begünstigungen bei hochpreisigen Hotelketten. "Jeder, der den Beitrag bezahlt, kann Mitglied werden", schmunzelt Rupert Leikam.

Zinnbecher für die Schweiz

Erst im letzten Jahr konnte Leikam einen bedeutenden Auftrag in der Schweiz an Land ziehen: Zehn Jahre lang liefert der Knappenberger jährlich 130 Zinnbecher für eine Veranstaltung im Oktober. Die Gussform allein hat laut Leikam 4.000 Euro gekostet.

Umsatzminus durch Covid-19

Die Coronavirus-Krise habe aber auch ihn getroffen, sagt Leikam. Denn alle andere Aufträge seien weggebrochen. "Ich fertige viel für Sportveranstaltungen, Feuerwehrehrungen, Ehrengeschenke, für die Landjugend, Geburtstagsgeschenke. Nichts davon findet derzeit statt".  Stammkunden erhalten bei ihm nun zehn Prozent Ermäßigung. "Ich will aber nicht jammern. Ich bin froh, dass alle gesund sind".

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