11.10.2017, 14:00 Uhr

Bäuerinnen erklären den Schülern, woher das Brot kommt

Großer Aktionstag: Jutta Unterberger besucht am Freitag die ersten beiden Klassen der Volksschule Brückl

Beim Aktionstag der Landwirtschaftskammer Kärnten lernen Schüler, woher Lebensmittel kommen.

BRÜCKL. Bäuerinnen und Bauern besuchen anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober die Kärntner Volksschulen. Neben Informationen über das Leben und Arbeiten am Bauernhof bringen die Bäuerinnen und Bauern auch Kostproben aus eigener bäuerlicher Erzeugung mit und lassen so die Landwirtschaft für Schüler „begreifbar“ werden.
Am Freitag, dem 13. Oktober, besuchen daher im gesamten Bezirk St. Veit Landwirte die Schulen.

Besuch in der Volksschule Brückl

Hoch ober Brückl ist der Hof von Familie Unterberger vlg. Grimm. Jutta Unterberger besucht am Freitag die beiden ersten Klassen der Volksschule Brückl. Je zwei Stunden bringt sie den Kindern den Alltag am Bauernhof näher und erklärt, woher die Lebensmittel stammen, beziehungsweise wie sie erzeugt werden. "Wie macht man aus Äpfeln Apfelsaft oder wie entsteht aus Korn das Brot?", erzählt Unterberger. Sie bringt neben einer Kinderzeitung und kleinen Büchern natürlich Äpfel, Brot und vieles mehr mit.
Zudem kauft sie verschiedene Produkte, die Gütesiegel auf der Packungen aufwiesen. "So lernen die Kinder auch auf die Packungen zu sehen", sagt sie. Den Kindern gefalle der Aktionstag. "Im letzten Jahr war ich überrascht, wie viel die Schüler von der Landwirtschaft wissen". Nach dem Erklären geht's natürlich an das Verkosten der Produkte, die Unterberger mitbringt. "Die Kinder sind begeistert", freut sie sich schon auf den Freitag.

Jeder macht etwas anders

"Die Bildungsreferenten der Gemeinden gestalten ihre Schulstunden individuell. Manche bringen selbst gemachte Produkte wie Aufstriche oder Topfen mit, die dann mit den Kindern gemeinsam verspeist werden", sagt Unterberger.
Sie ist seit 2002 Bildungsreferentin und zusätzlich Sprecherin der Bildungsreferenten des Bezirkes St. Veit. Beide Funktionen übt sie ehrenamtlich neben ihrer Arbeit am Hof aus. Als Bezirkssprecherin organisiert die Mutter zweier erwachsener Kinder Kurse, Ausflüge und Treffen, absolviert Tagungen und Schulungen. Sie ist das Bindeglied zwischen der Landbevölkerung und der Landwirtschaftskammer.

Bildunsreferentinnen gesucht!

Unterberger lädt Bäuerinnen ein, sich als Bildunsreferentinnen zur Verfügung zu stellen. "Es gibt Gemeinden, wo es keine Bildungsreferenten gibt. Oft ist es schwer, jemanden zu motivieren. Dabei kann man sich seine Aufgaben gut einteilen", lädt sie Bäuerinnen ein, aktiv zu werden.

Der Aktionstag
Die Bäuerinnen und Bauern sind authentische Botschafter für die bäuerlichen Produkte. Sie erzählen bei ihrem Schulbesuch, wie die Lebensmittel produziert werden, wie ein Arbeitstag am Bauernhof aussieht und worauf beim Einkauf von Lebensmitteln geachtet werden soll. Immer weniger Kinder haben die Möglichkeit, mit einer Bäuerin oder einem Bauern in Kontakt zu kommen.
Der Aktionstag soll diesen wertvollen Austausch zwischen Schule und Landwirtschaft wieder fördern. Bereits im Vorjahr gab es am Aktionstag ein positives Aufeinandertreffen, bei dem 4.200 junge Konsumenten in 220 Volksschulklassen von 190 Bäuerinnen und Bauern besucht wurden.
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Herta Goldschmied aus St. Veit | 12.10.2017 | 17:59   Melden
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