11.04.2017, 11:00 Uhr

Felix Auer programmiert Website für Tausende Bob Ross Fans

Felix Auer malt die Bilder von Bob Ross auch selbst nach (Foto: KK)

Felix Auer aus Hunnenbrunn hat eine Website programmiert, auf der alle 403 Gemälde des bekannten US-Künstlers Bob Ross aufgelistet sind. Mit seinem Werk schafft er es sogar in die Huffington Post!

ST. VEIT, WIEN (stp). Auf der Website TwoInchBrush hat der St. Veiter Felix Auer alle 403 Gemälde des US-amerikanischen Künstlers Bob Ross aufgelistet. Knapp 200 Stunden Arbeitszeit hat er investiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Es ist recht einfach gestaltet, man findet aber alles, was man braucht, um die Bilder nachzumalen. Zu jedem Bild gibt es Hintergrundinformationen, zum Beispiel, welche Farben dafür verwendet wurden", sagt Auer.

Internationales Aufsehen

Für Aufsehen sorgte die Website erst Monate, nachdem sie veröffentlicht wurde. In diversen Foren zu diesem Thema hatte Auer die Seite mit Interessierten geteilt. Vor einigen Wochen dann die große Überraschung. "Die Huffington-Post hat einen Bericht dazu geschrieben. Die Anzahl der Seitenaufrufe ist plötzlich stark angestiegen. Das war schon extrem", erzählt der 22-Jährige. Mit über 9 Millionen Fans auf Facebook ist die Huffington Post eine der größten US-amerikanischen Online-Zeitungen.

Sein Interesse für den Kultkünstler ist vor zwei Jahren entstanden. Bei einem Livestream-Marathon im Internet habe er zugesehen und ist neugierig geworden, wie er erzählt: "Mich hat interessiert, ob ich das auch kann. Dann habe ich von meiner Mutter Farben und Pinsel bekommen und es probiert. Es ist einfacher, als man denkt."

Website als Problemlösung

Dass Auer die Website programmiert hat, geht aber nicht etwa darauf zurück, dass er großer Fan ist, sondern sollte ein Problem lösen. "Beim Nachmalen musste man auf YouTube immer das ganze Video zig Mal durchklicken, um die Infos zu bekommen, die man braucht. Mit der Website geht das jetzt einfacher", erklärt der Student.

Zahlreiche amerikanische Medien haben den Bericht der Huffington Post bereits aufgegriffen. Letzte Woche gab der St. Veiter einem Radiosender aus Chicago ein Skype-Interview. "Bob Ross ist in den USA wirklich Kult. Jeder kennt ihn und jeder mag ihn", so Auer, der mittlerweile von Fans aus aller Welt nachgemalte Bilder zugeschickt bekommt.

Einen Nachteil hat die ganze Geschichte allerdings: "Ich kann mir die Videos und Bilder fast nicht mehr anschauen", schmunzelt Auer.
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