Telfs: 1. Poetry Slam in der Weberei
Poetry-Gedankenblasen und geslammte Wort-Schallwellen in Telfs
- Kultur Weberei Telfs: Ziegen, die an Stahlseilen hängen, Lebensbeipackzettel und Tankstellen für Träume - das Leben ist ein Telfer Poetry Slam.
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Elf Slammerinnen und Slammer fanden sich am Donnerstag in Telfs auf Organisation der Bücherei & Spielothek in der Kultur Weberei ein, um beim Poetry Slam in einer fünf-minütigen "Rede" um die heißbegehrte Slamtrophäe, die von Maria Waldhart umhäkelte also sozusagen umwobene Telfer Glocke, zu kämpfen. Gesiegt wurde dreifach.
TELFS. In Telfs gilt es sich als KulturArbeiter gegenseitig zu unterstützen, also bekam der Telfer Poetry Slam am Donnerstag eine neue Bühne und zog unter dem Motto „Bücherei goes Kulturweberei“ in die Kulturweberei um.
Elf Entitäten (10 StarterInnen, davon ein Duo) warfen sich und dem Publikum um- und weitsichtige, gesellschaftskritische, (schwarz)humorige, exotische, couragierte und lyrische Texte entgegen und sorgten damit für viele "Hui's", begeistertes Schnipsen und euphorisches Applaudieren.
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Zu einem gesunden Leben sollte also immer wieder ein Poetry Slam gehören. Und natürlich "alkoholfreier Kaffee und koffeinfreier Alkohol", wie Leo weiß, der weit über 30 ist, also 33 und ab und an halt doch auf "FLEISCH" steht und mit Milch-Alternativen überfordert ist.
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Vielleicht sollte es dazu eine Packungsbeilage geben, so wie es eine für das Leben nötig hätte. "Denn was ist das Leben und wofür wird es angewandt? Und wie ist das Leben eigentlich genau einzunehmen?" Und warum kann Pizza nicht einfach gesund, sozusagen ein Hauptnahrungsmittel sein? Jedenfalls will Maxime zumindest eine Welt, wo "Sebastian Kurz ihr nicht ihre Lieblingsfarbe türkis verkackt hat, es Freunde gibt, wo immer einer die grüne und einer die orange Hälfte vom Twinnie mag, und es "scheißegal ist, was man in der Hose hat".
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Man darf ja wohl noch träumen, "denn Träume sind der Orgasmus des Lebens" und sollten eigentlich an der Tankstelle nachgefüllt werden können. Und wenn "die schönen Träume aus sind, geht auch ein Sex Traum", „Verwandt oder Verschwägert“ (Die Bacher und Geist des Frühlings) wissen einfach, wie man richtig träumt.
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Und Joey Woodner weiß der Angst richtig entgegenzutreten, denn "mit Zeit zum Denken, kann man die Angst richtig lenken", "die Angst ist nämlich Dein Freund", und vielleicht kommt auch das Glück auf einen Sprung vorbei.
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Wer auf jeden Fall erscheint, ist Tamara Stocker, die "neue Bundes-Canclerin" ("Yes we cancle!"). Mit im Gepäck hat sie jede Menge "Love-Language", aber gesprochen und nicht als "Origami der Orthopädie", denn "Wortsilbensex" ist die beste Sprache, "Einfälle sind der erste Fall in der Grammatik der Kreativität", und Syntax-Liebe ist für alle da. Also: "Sei Teil der Lösung!" - "Vorhautflimmern" vorprogrammiert.
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Das mag so manchen in den "10. Höllenkreis" befördern. Weil "am Anfang war der Ski" und jeder noch so große Geist wohl ein Skilehrer, zum Beispiel Nietzsche ("wenn Du lange genug in eine schwarze Piste siehst....). "Österreich ist eigentlich aus dem Skilehrer entstanden" und "wenn ein Skilehrer stürzt, tut er das nicht wirklich, er attackiert nur die Piste". Das weiß nicht nur Emil Kaschka, sondern auch der "Peppo vom DJ-Verein" in Sellrain, der 17 Ziegen sucht, die sich aber an ein Stahlseil gehängt haben und Seilbahn spielen.
Ja, das österreichische Leben ist ein pistenlastiges, aber irgendwie doch weiß wie die Unschuld, um es mit ein paar Worten auf den Kantenpunkt zu bringen.
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Auf den Punkt brachte es auch Thalia K., die Wahlversprechen einlösen lässt ("Frauenquote bei den Tiroler Schützinnen"), für "kommunikatives Jodeln" ist und die Demo der "Piefke-Schützer" unterstützt, denn irgendwer muss ja Herrn Schmidt retten.
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Retten will auch Nik König und zwar die Kreide vor dem Schwamm oder umgekehrt. Denn "alles begann mit einem Punkt" und eskalierte in kreidebleichen Streitereien, weil sich beide ankreideten, bis man endlich den "Schwamm drüber worf".
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Den wirft jetzt auch Toni mit zwei A drüber, denn ihr "Ge(h)nesungsweg, der im Bezirkskrankenhaus Schwaz begann, war ein langer, aber nun (fast) zu Ende.
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Der Verursacher des Leidens war aber Gott sei Dank nicht Sophie's Opa Balu, der "fährt nämlich konstant 80 und das überall", auch am Zebrastreifen. Außerdem hört er Ö1 auf Lautstärke 45, stopft Eichhörnchen aus und ist "chaotisch, liebenswert und ab und zu etwas lebensgefährlich".
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Unter der peppigen Moderation von Martin "Fizzers" Fritz (mit dem besten Text überhaupt) traten die PoetInnen gegen, aber eigentlich miteinander an. Erstmals in der Geschichte von Telfs gab es schlussendlich einen Dreifach-Sieg (Maxime, Tamara Stocker und Emil Kaschka), weil man auch zu dritt Erster sein kann. "Po-Po-Poetry Slam, Oida!"
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