Viele Wege suchen ein Ziel im Kellertheater Innsbruck

Mit dem Stück „silence please“ eröffnet das Innsbrucker Kellertheater am 29.9. die Theatersaison (v.l. Schauspieler Katharina Pizzera, Bernadette Heidegger und Andreas Simma).
  • Mit dem Stück „silence please“ eröffnet das Innsbrucker Kellertheater am 29.9. die Theatersaison (v.l. Schauspieler Katharina Pizzera, Bernadette Heidegger und Andreas Simma).
  • Foto: Kellertheater Innsbruck
  • hochgeladen von Sabine Schletterer

IBK (bine). "Bühne, Bretter, die die innere Welt verändern." (© Manfred Hinrich) Und auch das Innsbrucker Kellertheater wird in der kommenden Spielzeit mit sechs Stücken wieder eine Bühne bieten, die die innere Welt verändern wird.
„Die kommende Saison könnte man eine halbrunde Gerade nennen“, sagt Manfred Schild, der Direktor des Innsbrucker Kellertheaters. „Es gibt in der Theaterliteratur logisch gebaute, handwerklich gut gemachte Stücke. Und es gibt freie Formen, die ein anderes Erzählen suchen. Aber egal welchen formalen Weg ein Theater beschreitet, es geht immer um das gleiche Ziel: Der Zuseher soll einen emotional ergreifenden Abend erleben, der ihm zwischen Lachen und Weinen neue Einsichten vermittelt.“ Darum wird auch heuer wieder eine ausgewogene Mischung zwischen Drama und Komödie präsentiert werden.

Eröffnet wird die Saison am 29.9.2018 mit dem von den Schauspielern und der Regisseurin Caroline Richards selbst erarbeitetem Stück „silence please“. Es wird ein Abend, bei dem die Darsteller mit clownesken Mitteln, basierend auf dem Genre des Stummfilms, mit wenig Worten vielsagend über das Schweigen erzählen. Dabei bedienen sie sich der Komik des Absurden, weil diese Form zum Thema passt. Es geht in dem Stück über die Ereignisse in dem Amt für Vertuschung, das natürlich niemand kennt, weil es seine Existenz vertuscht hat. Eine nicht näher definierte neue Ordnung wünscht sich den schweigenden Bürger, denn wenn alle zu Wort kommen dürfen, dann versteht man ja nichts mehr. Das Publikum kann sich auf einen außergewöhnlichen Abend freuen.

Am 24.11.2018 feiert das neue Stück von Kellertheater-Direktor Manfred Schild, das mittlerweile von dem in Wien ansässigen Thomas Sessler Verlag vertrieben wird, seine Uraufführung. „Der Fall Weber“ ist ein sogenanntes konventionell gebautes Stück, das sich mit dem Thema Pensionierung beschäftigt. Eine Frau wehrt sich gegen die Tatsache, dass man in unserer neuen, hochbeschleunigten Welt alles sein darf, nur nicht alt. Hat sie in ihrer Verzweiflung sogar einen Mord begangen, um nicht vorzeitig ins Eck gestellt zu werden? 

Am 25.1.2019 folgt „Macbeth“ von William Shakespeare. Klaus Rohrmoser hat eine Fassung erarbeitet, um mit sechs Schauspielern eine Version zu erzählen, die einen ganz eigenen Blick auf das Stück wirft. Bekanntlich erscheinen Macbeth drei Hexen, die ihm sein Schicksal voraussagen. Was ist, wenn allen folgenden Ereignissen diese fremde Magie zu Grunde liegt? Sind wir wirklich selbst die Lenker unseres Lebens oder leiten uns andere Kräfte? 

„Trennung für Feiglinge“ ist eine Komödie, die der Frage nachgeht, warum manche Männer einfach zu feige sind, eine Beziehung zu beenden. Die Premiere wird am 23.3.2019 stattfinden. 

Für die Stücke, die im Mai und im Juli ihre Premiere feiern werden, laufen noch die letzten Vertragsverhandlungen. 

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen