07.10.2014, 08:32 Uhr

Vom Redakteur zum Diakon

FELDKIRCHEN (fog). Als Vollblut-Rundschau-Redakteur ist Wolfgang Reisinger im Mühlviertel und insbesondere in seiner Heimatgemeinde Feldkirchen bekannt. In seiner Pension sucht der 63-Jährige die geistliche Herausforderung. Ende September weihte ihn Bischof Ludwig Schwarz zum ehrenamtlichen Diakon. Für Reisinger ist es keine Wende in seinem Leben, denn er ist schon seit seinem siebten Lebensjahr in der Kirche aktiv, zuerst als Ministrant, später unter anderem als Jungscharführer, Fürbitten-Leser und Kommunionshelfer. Seit 1973 ist der Feldkirchner im Pfarrgemeinderat und seit zehn Jahren ist er Wortgottesdienstleiter. "Mich hat das immer interessiert", so Reisinger, der dann in der Pension 27 Monate an Universitäten den theologischen Fernkurs besuchte. Seine Abschlussarbeit: "Was wäre die Kirche ohne Laien" sei für ihn "ein aufgelegter Elfmeter" gewesen. Pfarrer Josef Pesendorfer sei stets offen für die Laienarbeit gewesen. Die Ausbildung zum Diakon dauerte drei Jahre. Jetzt kann er bei Eucharistiefeiern und Eheschließungen assistieren, Taufen sowie Begräbnisse mit Wortgottesdiensten abhalten und hat die Predigterlaubnis. Diakon leitet sich vor allem von "dienen" ab, das bedeutet beispielsweise Krankenbesuche machen. Der freie Redakteur der BezirksRundschau übt derzeit fleißig die Tauf-Riten ein, denn Ende Oktober geht es los. Er freut sich schon, wenn er nächste Jahr seine Tochter trauen darf.

So ungewöhnlich Reisingers Weg vom Redakteur zum Diakon auch ist, er ist nicht der Erste. Wolfgang Kumpfmüller, früher Rundschau-Redaktionsleiter in Vöcklabruck und heute Kommunikationschef der Erzdiözese Salzburg wurde vor 16 Jahren Diakon. Die beiden sind gut befreundet.
Wolfgang Reisinger begann 1974 bei der Rundschau, damals hieß sie noch Mühlviertler Nachrichten. Seine Schwerpunkte als Lokalredakteur lagen vorerst im Oberen Mühlviertel, später im ganzen Mühlviertel. Dann wurde er stellvertretender Redaktionsleiter. Auch als Sportredakteur hatte er einen Namen. Was nicht viele wissen: nebenbei war Reisinger einmal Fußballschiedsrichter. Er ist heute noch der Sektionsleiter des Tischtennisvereins in Feldkirchen.
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Robert Zinterhof aus Perg | 08.10.2014 | 00:44   Melden
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