Herbert Schöffmann
Zahntechniker aus Leidenschaft

Herbert Schöffmann gilt heutzutage als Ausnahmeerscheinung
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  • hochgeladen von Petra Wucherer

Herbert Schöffmann gehört heutzutage zu einer Ausnahmeerscheinung. Seit 42 Jahren arbeitet er im Zahnlabor von Hartmut Cerpes in Velden, der Betrieb, in dem er bereits seine Lehre absolvierte.

VELDEN. Am 18. September 1978 hatte Schöffmann seinen ersten Arbeitstag bei Cerpes Zahnlabor. Dass viele weitere Tage folgen sollten, damit hätte er selbst nicht gerechnet. „Ich hatte eine Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker oder Bankangestellten im Visier“, erzählt Schöffmann. Zu der Lehrstelle als Zahntechniker ist er durch Zufall über seinen Onkel gekommen, der ihm das Zahnlabor als Arbeitgeber empfohlen hat. „Anfangs hatte ich keine konkreten Vorstellungen über das Berufsbild eines Zahntechnikers“, gesteht Schöffmann und ergänzt schmunzelnd: „Mir war damals als 16-Jährigen nur wichtig, nicht mehr regelmäßig die Schulbank drücken zu müssen“.

Anfangsjahre 

Gegründet wurde das Zahnlabor im Jahr 1977 von Hartmut Cerpes Onkel und war bis zur Übernahme im Jänner 2010 in dessen Händen. „Das Labor befand sich anfangs im Keller des Hauses und hatte nur eine Handvoll Mitarbeiter“, erinnert sich Schöffmann. Aus Platzgründen erfolgte im Jahr 1980 eine Aufstockung des Hauses und das Labor wurde ins oberste Stockwerk verlegt, wo es noch heute zu finden ist.

Wachstum 

Im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit hat Schöffmann das Kommen und Gehen von insgesamt fünf Lehrlingen miterlebt. „Zu Höchstzeiten waren wir bis zu acht Mitarbeiter. Im Jahr 1986 ist auch der spätere Chef, Hartmut Cerpes, als Lehrling zu uns gestoßen“, erzählt Schöffmann und ergänzt: „Unser kleiner Betrieb macht es möglich, dass Lehrlinge eine flächenübergreifende Ausbildung zum Zahntechniker genießen können“.

Veränderung 

Mit der technischen Entwicklung kam die Veränderung des Arbeitsgebiets. Schöffmann: „Teilweise sind wir gezwungen, Arbeiten wegzuschicken, weil die Maschinen dazu für einen Kleinbetrieb in einer nicht leistbaren Preisklasse liegen. Dazu kommt noch: Die Maschinen, die heute gut sind, sind in zwei bis drei Jahren veraltet und überholt“. „Der Arbeitsumfang eines Zahntechnikers ist heute hauptsächlich auf Schlussarbeiten (sogenanntes Finish) beschränkt, der Rest (90 bis 95 Prozent) wird von Maschinen erledigt“, weiß Schöffmann.

Liebe zum Beruf 

In den 42 Jahren ist bei Schöffmann die Liebe zum Beruf stetig gewachsen. „Ich hatte nie das Bedürfnis, mich beruflich neu zu orientieren. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn Patienten zufrieden sind“, sagt Schöffmann. Er gehört auch zu jenen Beschäftigten, die keinen einzigen Tag Krankenstand verbuchen können. Schöffmann: „Das liegt neben meinem sportlichen Lebensstil und meinen Enkelkindern an dem familiären Arbeitsklima. Im Laufe der Zeit sind wir von Kollegen zu Freunden geworden“. Der jungen Generation rät er offen für Neues zu sein. Denn: Wie sich schon bei ihm gezeigt hat, die schönsten und beständigsten Sachen im Leben passieren durch Zufall.

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