Falscher Chirurg im Jemen
Betrug in Kärnten flog auf - Polizei nimmt Geldboten fest
- Der 31-jährige Mann wurde in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. (Symbolfoto)
- Foto: Bernhard Knaus
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Ein vermeintlicher Chirurg im Jemen, eine geforderte Geldsumme und ein geplanter Bote: Eine Frau aus dem Bezirk Völkermarkt wurde offenbar Opfer einer perfiden Betrugsmasche. Weil sie misstrauisch wurde, schaltete sie die Polizei ein – und am vereinbarten Übergabeort klickten für einen 31-jährigen Wiener die Handschellen.
BEZIRK VÖLKERMARKT. Am 10. September erstattete eine Frau aus dem Bezirk Völkermarkt die Anzeige, dass sie die Polizei für eine Geldübergabe als Sicherheit benötige. "Sie solle das Geld an einen Boten übergeben, mit dem ein Treffpunkt vereinbart wurde", so die Polizei.
"Muss Chirurg freikaufen"
Die Frau teilte mit, dass sie seit rund drei Monaten via Sozialen Medien und Messenger-App im Kontakt mit einem Mann sei, der sich als Chirurg ausgab. Er solle im Jemen arbeiten. Um zu ihr nach Österreich zu kommen, müsse er sich dort freikaufen.
Geldübergabe vereinbart
Nachdem der Mann immer mehr Druck auf sie ausübte, wurde die Übergabe von einigen Tausend Euro vereinbart. Die Frau blieb jedoch misstrauisch und erstattete eben die Anzeige.
Wiener festgenommen
Am vereinbarten Übergabeort, einem Bahnhof im Bezirk Völkermarkt, konnten Polizeibeamte am Donnerstagnachmittag schließlich einen 31-jährigen Mann aus Wien festnehmen. "Er zeigte sich sofort geständig und gab an, seit zumindest zwei Jahren mehrere derartige Taten als Bote für eine Tätergruppe begangen zu haben", schilderte die Polizei. Der Mann wurde in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Die Erhebungen seien noch nicht abgeschlossen.
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