Situation nach dem Unwetter in Eisenkappel-Vellach und Feistritz ob Bleiburg
"Unsere Gemeinde ist schwer getroffen"

Durch Verklausungen im Bach kam es zu enormen Überschwemmungen
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Sturm und Wasser haben sowohl in Eisenkappel als auch in Feistritz ob Bleiburg Schäden angerichtet. 

EISENKAPPEL-VELLACH, FEISTRITZ OB BLEIBURG. Sturmtief "Yves" hat im vergangenen Dezember große Schäden in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach verursacht. Während die Aufräumarbeiten immer noch laufen, ist die Gemeinde am vorvergangenen Montag wieder von schweren Unwettern getroffen worden. Auch in der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg hat der Sturm enormen Schaden in den Wäldern verursacht. 

Wassermassen in Vellach

"In Vellach und Ebriach hatten wir durch Verklausungen mit unglaublichen Wassermassen zu kämpfen, in Leppen und Lobnig kam es wieder zu Windwürfen", erzählt Bürgermeister Franz Josef Smrtnik. In der Nacht auf Dienstag wurde vom Bezirkskrisenstab deshalb überlegt, nach dem Föhnsturm im Dezember erneut den Zivilschutzalarm für die Gemeinde auszulösen. Da der Wasserstand der Vellach in den frühen Morgenstunden jedoch zurückgegangen ist und sich die Situation etwas entspannt hat, hat man sich letzten Endes doch dagegen entschieden. Der Schaden, den das erneute Unwetter in Eisenkappel angerichtet hat, ist laut Smrtnik derzeit noch nicht abschätzbar. "Unsere Gemeinde ist schwer getroffen. Insgesamt liegen derzeit rund 100.000 Festmeter Holz am Boden."

Unermüdlich gearbeitet

"Bis jetzt war es wegen der Wetterlage noch nicht möglich, mit dem Hubschrauber abzuheben und uns ein genaues Bild zu verschaffen. Der Flug ist für die nächsten Tage geplant, dann erst wird das ganze Ausmaß der Schäden zu sehen sein", erklärt Bezirkshauptmann Gert Klösch. Mittlerweile sind die Gemeindestraßen wieder befahrbar und auch alle Haushalte konnten wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. "In den letzten Tagen wurde unermüdlich gearbeitet. Nach dem erneuten Unwetter ist es jetzt noch immer etwas chaotisch in der Gemeinde, aber wir werden auch das schaffen", so Smrtnik.

Paulitschsattel gesperrt

Auch der Seebergsattel konnte mittlerweile wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Paulitschsattel, der erst vor Kurzem von Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber ganzjährig für den Verkehr freigegeben wurde, ist bis auf Weiteres gesperrt. "Die Sperre wird auch noch einige Zeit aufrecht bleiben, da dort die Straße komplett unterspült worden ist und so nicht befahrbar ist", so Klösch. "In den nächsten Wochen wird es auch wichtig sein, die Bäche von den Bäumen zu reinigen, damit es nicht zu neuerlichen Überschwemmungen durch Verklausungen kommt", so Smrtnik.

Aufräumarbeiten laufen

Auch in der Gemeinde Feistritz ob Bleiburg hat das Unwetter Schäden hinterlassen. "Vor allem in den Wäldern ist einiges kaputt gegangen. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Derzeit hört man in der ganzen Gemeinde die Motorsägen im Wald laufen", erzählt Bürgermeister Hermann Srienz. Wegen dem Unwetter mussten in der Nacht auf Dienstag auch zahlreiche Straßen in der Gemeinde gesperrt werden. "Diese waren einfach unpassierbar, weil zahlreiche Bäume die Fahrbahn versperrt haben. Den Großteil der Aufräumarbeiten, was die Straßen betrifft, hat die Feuerwehr übernommen. Die Schäden, die im Wald entstanden sind, werden in den nächsten Wochen von den Waldbesitzern selbst beseitigt. Dann ist das Gröbste überstanden", erklärt Srienz.

Mehr zum aktuellen Thema:
www.meinbezirk.at/hochwasser_kaernten2018

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