Kommentar
Wenn eine Jahreszeit wieder zur jährlichen Bedrohung wird
- Redakteur Lukas Ipirotis hält die Hitze nicht mehr aus.
- Foto: Max Spitzauer
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Man kann es nach Wochen der sengenden Hitze nicht mehr schönreden: Der Sommer ist nichts mehr, dem man entgegensehnt, sondern eine Zeit voller Schweiß und Ärger.
WIEN/WÄHRING. Ich bin wahrlich kein Leugner des Klimawandels. Immerhin bin ich vor Kurzem 30 geworden und schon mein halbes Leben lang mit dessen Auswirkungen konfrontiert, seien es Hochwasser oder das Schmelzen der Gletscher.
Aber während ich mich aktuell nicht einmal mehr auf die Straße wagen kann, um zu einer „Coolen Zone“ zu kommen (siehe unten), wird mir zum ersten Mal so wirklich bewusst, dass wir das unausweichliche Ende anpeilen.
Der Sommer ist eine Androhung
Der Sommer ist kein Lebensgefühl mehr, auf das man sich freuen kann. Er ist eine Androhung von schweißtreibenden Nächten, ausgetrockneten Flüssen und ächzenden Menschen. "Früher war es auch schon heiß", betonten die Ewiggestrigen.
Das stimmt jedoch nur dann, wenn dieser Spruch von den vertrockneten Lippen von Kindern und Jugendlichen kommt. Denn diese Generation kennt keine milden Sommer mehr, sondern nur höllische Wochen voller Dschungelnächte und Backofenatemluft.
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