Totalsperre der A8 Westspange
Bürgermeister entlang der B138 warnen vor massiver Zusatzbelastung
- Von 15. September bist Juli 2027 ist die Westspange von der Anschlussstelle Wels-West bis zum Knoten Voralpenkreuz gesperrt.
- Foto: laumat.at
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Ab Mitte September ist die A8 Richtung Voralpenkreuz wegen Sanierungsarbeiten für Monate komplett gesperrt. Der Verkehr wird über A25 und A1 umgeleitet. Insgesamt ist die Westspange fast zwei Jahre lang massiv beeinträchtigt.
WELS. Wie von MeinBezirk bereits im Juni berichtet, steht der Welser Westspange eine große Sperre bevor: Ab 15. September wird die A8 zwischen Wels-West und dem Knoten Voralpenkreuz in Fahrtrichtung Süden komplett gesperrt. Die Totalsperre soll bis Ende Juni 2027 dauern. Grund ist die Generalsanierung der Tunnel Noitzmühle und Steinhaus.
Offizielle Umleitung über A1
Die offizielle Umleitung führt über die A25 Richtung Linz und weiter über die A1 zum Voralpenkreuz. Auf der A25 wird deshalb mit deutlich mehr Verkehr gerechnet. Um die Situation bei der Abfahrt Wels-Nord zu entschärfen, wird dort die Abbiegespur auf einen Kilometer verlängert. In Fahrtrichtung Suben steht im Tunnelbereich bis Ende Oktober zudem nur eine Fahrspur zur Verfügung.
Thalheim befürchtet große Belastung
Ob die offizielle Umleitung über die A1 tatsächlich funktioniert, darüber machen sich vor allem die Ortschefs der B138 Anlieger-Gemeinden Sorgen. "Ortskundige werden vermutlich kaum in Wels auf die Autobahn auffahren und den Umweg über die A1 nehmen, sondern über die Bundesstraße nach Sattledt", befürchtet Thalheims Bürgermeister Christian Haagen (ÖVP) eine große Belastung für sein Gemeindegebiet. "
Die B138 ist jetzt schon am Limit, ich appelliere daher dringend die offizielle Umleitung einzuhalten, um die Anwohner nicht noch mehr zu belasten."
"Dringender Handlungsbedarf" in Sattledt
Auch Sattledts Bürgermeister Gerald Lindinger (ÖVP) sieht die Situation kritisch.
"Die Verkehrslage ist jetzt schon komplett überlastet“, sagt er.
Handlungsbedarf gebe es im Ort unabhängig von der A8-Sanierung bereits seit mindestens 15 Jahren. "Die Sperre wird jetzt alles noch verschärfen." Lindinger hofft, dass dadurch nun zumindest Bewegung bei der geplanten Anschlussstelle Sattledt-Nord kommt. Mit Blick auf die B138 warnt er zugleich vor einem drohenden Kollaps, sollte sich insbesondere der Schwerverkehr nicht an die offizielle Umfahrung halten.
Zwei Jahre Baustelle
Insgesamt wird die Westspange fast zwei Jahre lang von den Sanierungsarbeiten betroffen sein. Die Asfinag investiert 110 Millionen Euro in die Erneuerung der Tunneltechnik und Sicherheitseinrichtungen.
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