HTL-Klasse von Besuch der Landesverlags-Druckerei fasziniert

Die elektrotechnikbegeisterten Jugendlichen der HTL Wels interessierten sich besonders für die technischen Aspekte des Zeitungsdrucks. Links im Bild Landesverlags-Geschäftsführer Ing. Ronald Sonnnleitner.
  • Die elektrotechnikbegeisterten Jugendlichen der HTL Wels interessierten sich besonders für die technischen Aspekte des Zeitungsdrucks. Links im Bild Landesverlags-Geschäftsführer Ing. Ronald Sonnnleitner.
  • hochgeladen von Dietmar Spöcker

Mit dem Besuch der Landesverlag-Druckerei in Wels schloss die 3AHET ihr Zeitungs-Projekt zur EU-Wahl mit Deutschlehrer Dietmar Spöcker ab. Landesverlags-Geschäftsführer Ronald Sonnleitner erklärte den Jugendlichen, wie eine Zeitung physisch entsteht – von der digitalen Anlieferung der Druckdaten über die Druckvorstufe (täglich werden 2000 bis 3000 Druckplatten produziert) bis zum eigentlichen Zeitungsdruck, der auf einer Druckmaschine von König-Bauer-Albrecht vonstatten geht, die an die fünf Millionen Euro kostet und so groß wie ein dreistöckiges Haus ist. „Wir können auf jeder der zwei Druckmaschinen bis zu 37.500 Zeitungen pro Stunde drucken“, erklärte Sonnleitner, „umgerechnet heißt das, es können in Doppelproduktion bis maximal 32 Seiten Kleinformat 70.000 Exemplare pro Stunde je Maschine gedruckt werden.“

4 Millionen Zeitungen pro Woche

Der mittelgroßen Druckerei bietet sich dabei auch eine logistische Herausforderung, werden doch wöchentlich im Schnitt vier Millionen Zeitungen im Klein- oder Großformat gedruckt, in die an die sieben bis acht Millionen Beilagen eingelegt werden müssen – alles computergesteuert. Dafür werden täglich (!) rund 60 Tonnen Papier und jährlich an die 1000 Tonnen Farbe verbraucht, alleine das Papier-Lager ist 600 Tonnen groß, täglich kommt hier Nachschub, und knapp 100 MitarbeiterInnen arbeiten in Wels im Drei-Schicht-Betrieb. Wie das alles technisch vor sich geht, faszinierte die Jugendlichen.
Wie rasant die technologische Entwicklung im Journalismus bzw. in Druck in den vergangenen Jahrzehnten vorangeschritten ist, zeigte ein Besuch im kleinen hauseigenen Druckereimuseum, regierte doch bis Ende der 1980er Jahre noch der Bleisatz – eine Technologie, die jüngeren JournalistInnen heutzutage gar nicht mehr geläufig ist.

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