EPU – Der Schritt in die Selbständigkeit
Gut geplant und mit Mut zum erfolgreichen Einzelunternehmer

Sonja Krennmair, Bezirksvorsitzende der Jungen Wirtschaft Wels-Stadt & Wels-Land
  • Sonja Krennmair, Bezirksvorsitzende der Jungen Wirtschaft Wels-Stadt & Wels-Land
  • Foto: © Clemens Pierer Fotografie
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Bezirk (cg). Ein-Personen-Unternehmen (EPU) machen mehr als die Hälfte aller Unternehmen in Österreich aus und sind eine tragende Säule der Wirtschaft. In Oberösterreich wurden im Vorjahr 4.712 EPUs gegründet, davon 202 in der Stadt Wels und 258 in Wels-Land. Damit reiht sich der Bezirk nur im Mittelfeld ein. Der Schritt in die Selbständigkeit erfordert Mut. Das Wichtigste ist eine gute Vorbereitung, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Gut beraten starten

Die Wirtschaftskammer berät in Gründerworkshops und –beratungen eingehend, prüft die Erfüllung der Voraussetzungen für das jeweilige Gewerbe und gibt wichtige Informationen rund um Sozialversicherung, Steuern, etc. weiter. Die WKO hält auch nach der Gründung viele kostenlose Services für EPUs bereit, die unbedingt genutzt werden sollten. „Ein weitverbreiteter Irrglaube ist es, dass alle Unternehmer automatisch erfolgreich sind und massenweise Geld scheffeln. Die Tatsache, dass diese 60 Stunden pro Woche oder mehr hart an ihrem Erfolg arbeiten, wird dabei leider oft unter den Teppich gekehrt. Neben der eigentlichen Arbeit gilt es dann auch noch einen ganzen Haufen Bürokratie zu bewältigen. Ich denke, wer als Unternehmer wirklich erfolgreich sein möchte, sollte sich bereits vorab gut informieren und auch nach der Gründung stets weiterbilden; fleißig, konsequent und mit viel Leidenschaft und Herzblut arbeiten und niemals vergessen, warum er sich selbständig gemacht hat“, kennt Sonja Krennmair, Bezirksvorsitzende der Jungen Wirtschaft Wels-Stadt & Wels-Land, die Realität.

Erfolgreiches Netzwerken

Wer zu Hause nicht den entsprechenden Platz oder die Infrastruktur zur Verfügung sollte sich nach sogenannten Coworking Spaces umsehen. Hier teilt man sich kostengünstige Arbeitsplätze bzw. Büros und nutzt die gemeinsame Infrastruktur. Daraus ergibt sich unter Umständen ein berufliches Netzwerk, das dem eigenen EPU förderlich ist. Gerade in der Gründungs- bzw. Anfangsphase vertieft man sich gerne in die Arbeit und vergisst dabei, auch einmal unter die Leute zu gehen und zu netzwerken. Auf diversen Businessevents trifft man auf Gleichgesinnte, mit denen man sich auf Augenhöhe austauschen kann und gewinnt gleichzeitig an Bekanntheit. „Konsequenz, Wertschätzung und Geduld sind dabei wesentliche Faktoren, um langfristig wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen und zu erhalten“, so Krennmair, die persönlich gute Erfahrungen mit dem Besuch von Veranstaltungen der WKO, Jungen Wirtschaft, Frau in der Wirtschaft, des Wirtschaftsbundes oder der Welser Kaufmannschaft gemacht hat und diese jedem Neugründer weiterempfiehlt.

Weg aus der Arbeitslosigkeit

Das Arbeitsmarktservice (AMS) Oberösterreich bietet mit dem Unternehmensgründungsprogramm (UGP) eine Unterstützung auf dem Weg von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit. Es wird vor der Aufnahme in das UGP die Idee, Umsetzbarkeit und entsprechende berufliche Eignung geprüft. Wird man in das Programm aufgenommen bietet es neben individueller Beratung auch Unterstützung beim Erstellen des Planumsatzes und des Businessplans sowie Kurse zu relevanten Themen rund um die Gründung eines Unternehmens.

Tun anstelle von "Hätti-Wari"

Wer zwar mit dem Gedanken spielt, letztendlich den Schritt in die Selbständigkeit aber nicht wagt, wird sich vermutlich irgendwann fragen: "Was wäre gewesen, wenn?" Vermutlich geschieht das zu einem Zeitpunkt, an dem es zu spät ist, um die Antwort zu finden. Deshalb rechtzeitig die Geschäftsidee prüfen, einen Plan entwickeln, sich gut vorbereiten, Beratung einholen und das eigene Ein-Personen-Unternehmen gründen. Getreu des finnischen Zitats: "Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten."

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