30.11.2016, 17:38 Uhr

Kehrt Sabrina Filzmoser zurück?

Sabrina Filzmoser erhielt für Platz drei beim "höchsten Mountainbikerennen der Welt" eine Trophäe aus Stein. (Foto: privat)

Die Weltklasse-Judoka aus Thalheim denkt nach Erfolgen am Mountainbike an ein Judo-Comeback.

THALHEIM/NEPAL. Nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer trat die Thalheimerin Sabrina Filzmoser vom aktiven Judosport zurück, um sich verstärkt ihrem Entwicklungsprojekt in Bhutan und Nepal zu widmen. Die Erfolgsmeldungen über ihre Person reißen jedoch nicht ab. Beim "höchsten Mountainbikerennen der Welt" in Nepal, dem Yak Attack, holte die 36-Jährige Bronze. Der Lauf findet am achthöchsten Berg der Welt, Manaslu, statt, dessen Gipfel auf 8156 Höhenmetern liegt. Für diese Leistung holte sich Filzmoser Gratulationen von Gerlinde Kaltenbrunner, Reinhold Messner und Peter Habeler, drei Extrembergsteigern, ab. Die internationale "Yak Attack" in Nepal verlangt den Teilnehmern alles ab. Zu den vielen Höhenmetern kommen beim zehntägigen Yak Attack Temperaturschwankungen von plus 30 bis minus 20 Grad. Die Teilnehmer müssen rund 500 Kilometer und 15.000 Höhenmeter meistern. "Es ist das höchste und herausforderndste Mountainbikerennen der Welt. Die Landschaft war unglaublich beeindruckend. Der Bewerb forderte mich jeden Tag aufs Äußerste", freute sich Filzmoser, nachdem sie nach 34 Stunden und 46 Minuten das Ziel erreichte. Den dritten Platz zwischen so vielen Profis erreicht zu haben, findet sie "richtig lässig". Lohn für die Strapazen ist eine in Stein gravierte Medaille. Dabei war ihr Start bei dem Extremsportereignis lange Zeit fraglich. Nach dem Grenzgang auf den Manaslu schmerzten Frostbeulen an den Zehen.

Rückkehr ist denkbar

Vor diesem großen Erfolg kam die ehemalige Athletin von Multikraft Wels bei der "Mountainbike-Tour of Dragon" in Bhutan als einzige Frau ins Ziel. Nach so vielen "Höhenflügen" überlegt die ausgebildete Pilotin sogar, im Judo bis zur Weltmeisterschaft 2017 in Budapest noch eine Saison anzuhängen. Nach den ersten Trainingseinheiten im Budokan Wels und im Olympiazentrum Linz meinte Filzmoser: "Der Judosport bereitet mir noch unheimlich viel Freude."
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