Wallfahrtskirche
Festmesse zur Orgeleinweihung in Götzens

Die restaurierte Orgel in der Wallfahrtskirche ist wieder in bestem Zustand und erklingt mit "neuem, alten Klang"!
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  • hochgeladen von Manfred Hassl

Am Sonntag, dem 27. Oktober 2019 findet in Götzens um 8:45 Uhr eine Festmesse zur Einweihung der Orgel in Götzens statt. Das Instrument wurde in den letzten Wochen saniert und wird das erste Mal seit 9. August im Rahmen dieses Gottesdienstes wieder erklingen.

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Götzens unter der Leitung von Johanna Weithaler und dem Kantor Liborius Lumma wird Organist Viktor Scheiber die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Orgel in der Liturgie vorstellen. Zur Aufführung gelangen Werke von Michael Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach und anderen.

Originaler Zustand

Die Orgel der Wallfahrtskirche in Götzens wurde in zwei Etappen in den Jahren 1830 und 1831 von Josef Reinisch errichtet. Es ist das größte noch erhaltene Instrument des bekannten Orgelbauers. Anhand der Disposition, der Zusammenstellung der Klangfarben der Orgel lässt sich auch die Handschrift des damaligen Organisten Josef Abenthung erkennen, der unter anderem auch für die musikalische Ausbildung angehender Lehrer verantwortlich und als Komponist tätig war.
Nachdem die Orgel im Lauf der Jahrzehnte mehrfach umgebaut wurde, um dem jeweiligen Zeitgeschmack Rechnung zu tragen, beschloss man 1978/79, dieses Instrument wieder in seinen originalen Zustand zurückzubauen. Diese Entscheidung wurde vor allem auch deswegen gefällt, da der originale Pfeifenbestand noch fast vollständig erhalten war und das Instrument noch einige Besonderheiten aus der Entstehungszeit aufwies.

Notwendige Sanierung

In den vergangenen  Jahren verschlechterte sich der Zustand des Instrumentes zusehends. Eine Sanierung wurde dringend notwendig, um die Spielbarkeit der Orgel zu erhalten. So war der Balg, durch den die Pfeifen mit der notwendigen Luft versorgt werden, gerissen. Außerdem waren die Luftkanäle, die die Luft zu den Pfeifen leiten, an zahlreichen Stellen undicht. Daneben gab es auch etliche Schäden an den Pfeifen. Daher entschlossen sich Pfarrer Dr. Peter Ferner und der Pfarrkirchenrat ein Orgelkomitee einzusetzen, das für die Ausschreibung und die Durchführung der Arbeiten verantwortlich war. Aus den eingelangten Angeboten wurde in Zusammenarbeit mit der Orgelkommission die Orgelbaufirma Linder aus Nussdorf am Inn ausgewählt.
Bereits im letzten Jahr wurde der Balg komplett zerlegt und die Bespannung in der Werkstatt in Nußdorf erneuert. Im August dieses Jahres begann man damit, alle Pfeifen aus dem Gehäuse auszubauen. Vor allem bei den großen Pfeifen der Tiefen Register im Pedal, die teilweise in einer eigens in die Kirchenwand gearbeiteten Nische hinter der Orgel verbaut sind, gestaltete sich der Ausbau schwierig. Stück für Stück wurden die Pfeifen dann geputzt und repariert. Anschließend wurden die Windkanäle, die die Luftzufuhr steuern, neu abgedichtet. Bei einigen Tasten der Klaviatur mussten außerdem die Beläge erneuert werden.

"Alter Klang"

Orgelbaumeister Friedemann Seitz aus Kaufbeuren, ein Spezialist für historischen Orgelbau, der für die Firma Linder die Arbeiten durchführte, versuchte den originalen Klang des Instruments mittels vorhandener Dokumentationen und ähnlichen Instrumenten aus der Zeit der Errichtung zu rekonstruieren.
So erklingt nun die Orgel in der Wallfahrtskirche Götzens mit ihrem "neuen alten Klang", der laut Professor Reinhard Jaud schöner ist als je zuvor erklingt.

Die restaurierte Orgel in der Wallfahrtskirche ist wieder in bestem Zustand und erklingt mit "neuem, alten Klang"!
Die Bevölkerung ist zur Orgelweihe am Sonntag, dem 27. Oktober um 8.45 Uhr herzlich eingeladen.
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