02.10.2016, 00:00 Uhr

„Wir freuen uns jetzt aufs Eis“

Der in Natters lebende Viller freut sich bereits wieder auf Eiskontakt!

Der Rodel-Weltcup ist ihm wichtig, doch Wolfgang Kindl hat schon jetzt die Heim-WM im Fokus!

NATTERS. Am 4. Oktober reist das österreichische Rodelnationalteam nach Lillehammer, bestreitet in Norwegen dann die ersten Trainingseinheiten auf Eis. Mit dem Weltcup geht es am 26. November in Winterberg (D) los, doch liegt das Hauptaugenmerk der heimischen Athleten in diesem Winter auf der Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls vom 26. bis 29. Jänner 2017.
Dies gilt auch für Wolfgang Kindl, der sich nun einmal darauf freut, dass es „in Lillehammer wieder aufs Eis geht. "Bisher wurde viel im Kraft- und Schnelligkeitsbereich gearbeitet. Es ist dann schon immer etwas besonders, wenn du endlich wieder mit dem Schlitten durch die Bahn flitzt.“


Medaillenanwärter

Schon vor zehn Jahren war der in Natters wohnhafte Viller bei der damaligen Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls mit von der Partie. Damals noch als 18-jähriges Greenhorn, das sich seine ersten Sporen verdienen musste. In dieser Saison sind die Voraussetzungen gänzlich anders. Denn nach dem dritten Platz im Gesamtweltcup in der Saison 2014/2015 und der bisher erfolgreichsten Saison 2015/2016 und dem zweiten Rang hinter dem Deutschen Felix Loch zählt Kindl bei den bevorstehenden Titelkämpfen zu den Medaillenanwärtern. „Die Erwartungen sind gestiegen“, weiß das Rodel-Ass.

Starke Konkurrenz

Und Kindl lässt auch keine Zweifel daran, dass Edelmetall sein erklärtes Ziel bei der Weltmeisterschaft ist – nachdem er seinen sportlichen Fleiß schon 2015 in Sigulda und 2016 in Königsee jeweils mit Bronze belohnt hat.
Österreichs Nummer eins ist sich freilich bewusst, wie schwer es ist, sein Ziel zu erreichen. „Die Konkurrenz ist enorm groß, die Favoriten kommen aus den verschiedensten Ländern, wobei allen voran natürlich Felix Loch zu nennen ist. Auch mein Landsmann Armin Frauscher ist in Igls ein ganz heißes Eisen, zumal er am Start unfassbar schnell ist“, sagt Kindl.

Startfaktor

Der Start ist in Igls ein ganz entscheidender Faktor. Und dort hat Kindl alleine schon aufgrund seiner körperlichen Konstitution gewisse Nachteile. „Ich bin viel kleiner als ein Felix Loch, verfüge bei weitem nicht über dessen Hebelwirkungen. Ich kann inzwischen am Start durch intensives und gezieltes Training aber fast das Maximum aus mir herausholen“, lässt Kindl wissen.
Um bei der WM in Igls gut abzuschneiden, muss in der bevorstehenden Saison schon auch einmal ein Weltcup herhalten, damit diverse Dinge getestet werden können. Kindl: „Die Olympiabahn ist relativ einfach. Umso schwerer ist es aber, darauf schnelle Zeiten zu erzielen. Da musst du sowohl fahrerisch als auch hinsichtlich Material absolut ans Limit gehen. Der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg ist dann dementsprechend sehr schmal.“
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