Open Air-Konzert zum 80er
Boris Bukowski & Friends in Purkersdorf
- hochgeladen von Oliver Plischek
„Ich habe gelernt, dass die Zeit kostbar ist. Man muss den Augenblick genießen, denn es gibt ein Leben VOR dem Tod“. Die ersten Worte von Boris Bukowski beim großen Tribute-Fest in Purkersdorf zum 80er des steirischen Ausnahmekünstlers. Den er eigentlich schon am 5. Februar gefeiert hat. Zur Open Air-Party auf den Hauptplatz geladen hat – bei freiem Eintritt - der Inhaber des „Nikodemus“, Niki Neunteufel. Ziel war ein generationenübergreifendes Fest mit österreichischen Künstlern allen Alters, und tatsächlich trennen den Jubilar Boris und den großartigen weiblichen Support Anna Buchegger mehr als 50 Jahre.
Beim Austro-Pop Gipfeltreffen weiters vertreten: Bukowskis famose Live-Band „Die bunten Hunde“, Der Nino aus Wien, Ernst Molden, Lemo, Ewald Pfleger von Opus und Thomas Spitzer von der EAV. Dieser zählt seit Jahrzehnten zu den Freunden von Boris Bukowski, hat zahlreiche Texte - „Im Namen Gottes, Amen“ stand speziell auf der Setlist - für ihn fabriziert und hielt die Laudatio bei seiner Verleihung des Amadeus Awards 2022 im Wiener Volkstheater. Grandios sein Geburtstagsständchen gemeinsam mit Lemo, eine neue Version des „Burlis“ mit dem Refrain „Boris, Boris, Boris, Mein Gott, der wird niemals alt“. Labsal auf der Seele des Künstlers, der gerade eine schwere Krankheit überwunden hat.
Eine spannende Anekdote hat Ewald Pfleger zu erzählen, dieser stand mit Opus in den 70ern als Support für Magic (der damaligen Band von Boris Bukowski) auf der Bühne. „Live is Life“ dann in Purkersdorf gemeinsam mit Anna Buchegger, die derzeit mit ihren experimentellen Elektro-Pop-Volksmusik-Liedern (wie „Soiz“ oder „Maria“) für Furore sorgt. Ein Duett mit Boris durfte natürlich nicht fehlen, das kongeniale „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst, wir alle sind Künstler und die Welt gehört uns“ aus seinem Comeback-Album im Jahr 2017. Die Superhits Bukowskis aus den 80ern und 90ern durften natürlich nicht fehlen: Der Nr.1-Hit „Trag meine Liebe wie einen Mantel“, „Fandango“ (egal ob es jetzt „Lieb mich im Stehen“ oder „Lieb mich im Stillen“ heißt), „Hart und Weich zugleich“ (gemeinsam mit Ernst Molden), das Danzer-Cover „Weiße Pferde“, „Mitten ins Herz“ und „Euer Fritze mit der Spritze“.
Absoluter Höhepunkt die Kult-Hymne „Du bist wie Kokain. Baust mich auf und machst mich hin“. Mit diesem Song stand Boris Bukowski im Dezember 2023 in der Wiener Stadthalle und im Juni 2024 auf der Bühne des Wiener Donauinselfests, und zwar gemeinsam mit der Band Wanda. „Boris fucking Bukowski – eine Legende, Oida!“, Sänger Marco Wanda damals vor über 100.000 Besuchern. Als Überraschungsgast live dabei in Purkersdorf Wanda-Bassist Ray mit einem rockigen „Hey Joe“-Cover.
Das krönende Finale vor rund 6000 begeisterten Besuchern: Der Ambros-Heller-Song „Für immer jung“, präsentiert als All-Star-Band von allen Beteiligten. Der Abschlussworte pro Umwelt und Klimaschutz, die gebührten allerdings Boris Bukowski selbst: „Ihr werdet eines Tages nicht mehr sein. Aber welchen Planeten wollt ihr Keith Richards und mir hinterlassen?“ Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: It´s only Rock´n Roll, but we like it!
www.oliverplischek.at
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