Westbahnhof: Und was jetzt?

International war einmal: Heute fahren die Züge nach Neulengbach oder Laa an der Thaya.
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  • Foto: Aigner
  • hochgeladen von Christine Bazalka

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Über den Westbahnhof wurde in vergangener Zeit ja viel diskutiert. Von einer No-go-Area war in diversen Medien zu lesen, von einem Krimi-Hotspot samt Jugendbanden, von ausgestorbenen Geschäften.

Wohin die Reise für den Westbahnhof geht? Wir haben nachgefragt, welche Ideen die Rudolfsheimer Parteien haben.

SPÖ will Videoüberwachung

Die Situation auf dem Westbahnhof sei weder problemlos noch entspreche der Bahnhof einem hoffnungslosen Hotspot für Kriminalität, so SPÖ-Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal. Obdachlose und Jugendtreffs habe es auf dem Areal ohnehin immer schon gegeben. Dennoch: Laut Zatlokal hat sich die Anzahl der Personen, die den Bahnhof nutzen, mittlerweile von 43.000 auf ein Viertel davon reduziert. "Dadurch entsteht mehr Freiraum für bestimmte Gruppierungen." Sein Vorschlag: Notschalter, Videoüberwachung und Angsträume beseitigen. Und: ein runder Tisch mit allen Zuständigen.

FPÖ fordert mehr Kontrollen

Rigoroser sieht FPÖ-Obmann Dietbert Kowarik die Situation: Diese sei mittlerweile untragbar geworden. Als Lösungsansatz fordert er verstärkte Kontrollen durch Polizei und Sicherheitsbedienstete der ÖBB: "Die herkömmliche Sozialarbeit kommt bei den Jugendlichen nicht an." Bezüglich der ausbleibenden Kunden will Kowarik im Grätzel einhaken: Er fordert die rasche Entwicklung des Geländes hinter dem Bahnhof.

Grüne für Sozialstützpunkt

Grünen-Klubobmann Christian Tesar ist selbst fast täglich am Westbahnhof unterwegs. "Die Kriminalität ist dort meiner Meinung nach nicht mehr geworden." Aber bereits im Zuge des Umbaus 2010 habe man gefordert, im Bahnhof einen Sozialstützpunkt einzurichten. Die Umstellung auf einen Regionalbahnhof sieht Tesar einerseits als Risiko, aber auch als Chance: "Vor allem dann, wenn die ÖBB noch stärker mit dem Bezirk kooperieren und den Westbahnhof als Teil der Bezirksentwicklung verstehen."

ÖVP setzt auf Busverkehr

ÖVP-Chef Peter Estfeller will ebenfalls die ÖBB in die Pflicht nehmen: "Die Westbahn muss unbedingt gehalten werden." Auch eine Nutzung als Busbahnhof sei eine Option. Hoffnung gibt laut Estfeller der geplante City-Ikea: "Der wird ein starker Frequenzbringer." Ein Wermutstropfen: Die Eröffnung kann sich noch bis in die frühen 2020er-Jahre ziehen. Außerdem fordert Estfeller die Errichtung eines Jugendzentrums im Bahnhofsgrätzel, um "die Jugendlichen – sprichwörtlich – vom Westbahnhof noch besser abzuholen".

NEOS fordern Sozialarbeiter

Für NEOS-Obmann Andreas Leszkovsky wurden die Probleme am Westbahnhof "von der Stadt Wien und den ÖBB selbst geschaffen". Der Grund dafür: die Umstrukturierung des Fernverkehrs Richtung Hauptbahnhof. Zusätzlich zur verstärkten Polizeipräsenz plädieren die NEOS für mehr Sozialarbeiter vor Ort.

Wien Anders will Arbeitsplätze

Von dem Vorschlag des Bezirks, Videoüberwachung einzusetzen, hält Wien-Anders-Bezirksrat Didi Zach wenig. Das Vorhaben, auf dem ÖBB-Areal Wohn-, Arbeits- und Geschäftsräume zu errichten, unterstützt er jedoch: "Das würde das ganze Grätzel wieder interessanter machen."

Autor:

Andrea Peetz aus Wien

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