Musical
Die ungewöhnliche Liebe zwischen Kaiser Maximilian und Maria von Burgund

Am 11. Mai findet die Welturaufführung des Musicals "Maximilian" im Theater im Neukloster statt.
  • Am 11. Mai findet die Welturaufführung des Musicals "Maximilian" im Theater im Neukloster statt.
  • Foto: Theater im Neukloster
  • hochgeladen von Doris Simhofer

WIENER NEUSTADT. Am 11. Mai ist es soweit: Das Musical von Florian und Irene Scherz über  feiert im Theater im Neukloster in Wiener Neustadt Welturaufführung. Kaiser Maximilian, jener Mann, der als “letzter Ritter” und als Grundsteinleger für das gigantische Habsburg-Reich gilt, steht im Zentrum des Musicals von Florian und Irene Scherz. Vor 500 Jahren ist Kaiser Maximilian in Wels verstorben. Doch sein Leben ist untrennbar mit der Stadt Wiener Neustadt verbunden, wo er 1459 zur Welt kam und wo er nach seinem Tod auch begraben wurde. Sein Leben und Wirken ist auch Thema eines Teils der niederösterreichischen Landesausstellung, die noch bis November 2019 läuft. Auch deshalb wurde die Entstehung des Musicals von der Stadt Wiener Neustadt und vom Land Niederösterreich unter anderem mit einem Kompositionsauftrag unterstützt.

"Das ist es!"

Florian Scherz, Sohn der Theatergründer Harald und Irene Scherz, der künstlerischer Leiter des Ensembles ist, war länger auf der Suche nach einem Musical-Thema mit Wiener Neustadt-Bezug passend zur Landesausstellung. “Anfang 2017 stand ich in einem Einkaufszentrum vor einer Wand, auf der einige wichtige Daten der Stadt notiert waren. Dort stach mir der Name ‘Maximilian’ ins Auge. Und ich dachte mir: Das ist es!”
So entstand Stück für Stück ein Musical, das sich vor allem mit der ersten Lebenshälfte des Kaisers beschäftigt. “Bei ‘Maximilian’ war es so, dass ich die Grundsatzentscheidung treffen musste, ob ich mich auf eine interessante Episode – nämlich Burgund und seine Liebe zu Maria – konzentrieren will oder eher fragmentarisch sein ganzes Leben beleuchten möchte. Ich entschied mich schließlich für Ersteres, da ich hier die bessere Geschichte sah und ich beim Lesen von Maximilians Biographie das Gefühl hatte, dass sein späteres Leben ihn dem Publikum eher entfremden würde.”

Letzte Probenphase

Seit Jänner wird mit dem 30-köpfigen Ensemble geprobt. Schon im Sommer davor stellte man das Stück provisorisch in einem Workshop auf die Bühne, um einen ersten Eindruck zu gewinnen und Veränderungen vorzunehmen. “Es ist ‘work in progress’, das macht es einerseits spannend, weil man noch viel beeinflussen kann, aber man muss auch fokussiert bleiben und sich nicht in zu vielen Ideen verlieren”, erklärt Klemens Patek, der musikalische Leiter des Theaters, der auch die Titelrolle übernimmt. “Der Respekt vor der Rolle ist schon groß, als Wiener Neustädter kennt man Kaiser Maximilian, aber in die Biographie weiter einzutauchen, war spannend.” An Pateks Seite ist Lena Maria Steyer als Maria von Burgund zu sehen. Die Liebe zwischen Maximilian und Maria ist historisch verbrieft, dabei kannten sich die beiden vor ihrer Hochzeit gar nicht und ihre gemeinsame Zeit währte nur kurz. “Das macht es so spannend. Sie brauchten einander, um ihre Ziele verwirklichen zu können. Und sie hatten Glück und verliebten sich”, erklärt Patek.

Wiener Neustadts Bürger führen durch das Musical

Das Markante am neuen Musical: Erzählt wird die Geschichte von den Bewohnern Wiener Neustadts - denn Kaiser Maximilian besucht seine Heimatstadt. So ist das gewohnt spiel-, sing- und tanzfreudige Ensemble des Theaters besonders gefordert. Choreographin Sarah Chiappi sorgt für ordentlich Schwung und das nötige Show-Element. Florian Scherz: “Ich habe mich bewusst gegen historische Musik und für einen Musical-Musikstil entschieden, in dem Balladen und auch rockigere Nummern ihren Platz haben, ohne dabei so modern zu werden, dass die Musik als Fremdkörper wahrgenommen wird. Der Chor spielt aufgrund der Tatsache, dass das Volk die Geschichte erzählt, eine große Rolle.”

Vor der Premiere wird noch an allen Ecken und Enden gearbeitet. Kostüme werden von Irene Scherz geschneidert, das Bühnenbild (Planung: Harald Scherz) wird perfektioniert. “Die Vorlaufzeit ist bei einem selbst geschriebenen Musical natürlich eine andere, weil zumindest ich schon seit Anfang 2017 an diesem Projekt arbeite. Aber zum jetzigen Zeitpunkt, knapp vor der Ziellinie, ist der Probenwahnsinn fast nicht mehr von einem ‘normalen’ Musical zu unterscheiden”, erklärt Florian Scherz. Ob Kaiser Maximilian das Musical gefallen würde? Scherz lacht: “Maximilian war ein Förderer der Künste, der schon zu seinen Lebzeiten dafür gesorgt hat, dass seine Taten die Zeiten überdauern – oft in verklärter Form, wie im Weißkunig oder im Theuerdank. Ich denke also, dass ihm unsere Würdigung auch gefallen hätte.”

Über das Stück

Maximilian I, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, beehrt 1519 seine Geburtsstadt Wiener Neustadt. Zu seinen Ehren haben die Bürger ein großes Spektakel vorbereitet: ein Theaterstück rund um das Leben des Monarchen. Schon seit seiner Kindheit träumt Maximilian (Klemens Patek) davon, sich eines Tages als wahrer Ritter zu beweisen. Als Maria (Lena Maria Steyer) nach dem Tod ihres Vaters die Herrschaft von Burgund übernehmen muss, bietet sich eine passende Gelegenheit. Die junge Herzogin ist dem ständigen Druck ihres Volkes und den Intrigen des französischen Königs Ludwig XI (Alex Bechtloff/Andreas Steiner) ausgesetzt, der das reiche Burgund seinem Reich einverleiben möchte. Eine Verbindung mit Maximilian, und damit dem Haus Habsburg, könnte ihre Rettung sein. Für den Kaisersohn gilt es daher, keine Zeit zu verlieren, will er Burgund noch rechtzeitig erreichen. Noch ahnt er nicht, dass er dort die Liebe finden wird, die sein Leben für immer verändert.

Über das Theater im Neukloster

Das Theater im Neukloster begann 1978 als Initiative für Jugendliche der Pfarre Neukloster in Wiener Neustadt und lockt mittlerweile Publikum aus dem gesamten östlichen Österreich an. Im Advent stehen seit 1984 Märchenmusicals auf dem Spielplan. Im Frühjahr werden seit 1996 Musicals gezeigt, darunter deutschsprachige Erstaufführungen, wie “Children of Eden” oder “Eine Hochzeit zum Verlieben”, und auch zwei Welturaufführungen: “Ein Sommernachtstraum” von Oliver Ostermann und 2016 “Liaison” von Florian Scherz. Das Ensemble umfasst über 30 Schauspieler, die großteils im normalen Leben als Schüler, Studenten und in verschiedenen Berufen tätig sind.

Termine:
11. Mai: 19.30 Uhr (Premiere, Welturaufführung)
12. Mai: 18.00 Uhr | 18. Mai: 19.30 Uhr | 19. Mai: 18.00 Uhr 25. Mai: 19.30 Uhr | 26. Mai: 18.00 Uhr | 30. Mai: 18.00 Uhr 02. Juni: 18.00 Uhr | 09. Juni: 18.00 Uhr | 10. Juni: 18.00 Uhr

Tickets sind erhältlich:

Die Entstehung des Musicals wurde durch Förderung der Stadt Wiener Neustadt und einen Kompositionsauftrag des Landes Niederösterreich unterstützt.

Weitere Informationen unter www.theaterimneukloster.at

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