Landesrätin Königsberger-Ludwig besuchte Schuldnerberatung in Wr. Neustadt

Reihe v.l.n.r. Petra Jaidhauser, Michael Lackenberger (GF Schuldnerberatung NÖ), Claudia Groer-Gneist
2. Reihe v.l.n.r. Sabine Ucik, Wolfgang Scharmitzer
1. Reihe v.l.n.r. Gunda Lippitsch, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
  • Reihe v.l.n.r. Petra Jaidhauser, Michael Lackenberger (GF Schuldnerberatung NÖ), Claudia Groer-Gneist
    2. Reihe v.l.n.r. Sabine Ucik, Wolfgang Scharmitzer
    1. Reihe v.l.n.r. Gunda Lippitsch, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
  • Foto: Büro Ulrike Königsberger-Ludwig
  • hochgeladen von Doris Simhofer

WIENER NEUSTADT. Der Weg aus der Schuldenfalle ist keinesfalls einfach, zumal viele fremde Hilfe benötigen, um wieder ein schuldenfreies Leben führen zu können. Seit 1990 bietet die Schuldnerberatung NÖ ver- und überschuldeten Personen, Familien und Haushalten kostenlos Hilfe und Beratung an.

In der Vorjahresbilanz der Schuldnerberatung NÖ zeigt sich, dass die Hauptgründe für finanzielle Probleme vor allem in Arbeitslosigkeit und Einkommensverschlechterung zu finden sind. Selbstständigkeit, Scheidung bzw. Trennung sowie Konsumverhalten wurden mit einigem Abstand als weitere Ursachen genannt. Zudem weist das Zahlenwerk fast ein Viertel (24 %) mehr Beratungsgespräche aus. Die Hintergründe für diese Entwicklung erklären sich zu großen Teilen durch die jüngsten Änderungen im Insolvenzrecht, die wesentliche Erleichterungen für einen Neustart in ein unbelastetes Leben brachten, wie die Verkürzung des Abschöpfungsverfahrens von sieben auf fünf Jahre sowie den Entfall der Mindestquote von bisher 10 %.

Ehemalige Selbständige betroffen

„Besonders für Personen mit hoher Verschuldung, meist bei ehemaligen Selbstständigen, und Personen mit keinem oder sehr geringem Einkommen ist die neue Rechtslage eine echte Chance für eine Entschuldung. Bisher war es für viele nicht möglich, eine Privatinsolvenz zu beantragen, weil sie die Mindestquote im Abschöpfungsverfahren nicht erfüllen konnten“, so NÖ Soziallandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

In diesem Zusammenhang bedankte sich Königsberger-Ludwig bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schuldnerberatung in Wr. Neustadt. Sie seien wichtige Partner dafür, so die Landesrätin, dass die Schuldenregulierung so früh wie möglich in Angriff genommen werden könne und sich die öffentliche Hand damit viel Geld erspare. „Jeder Euro, der in die Schuldnerberatung investiert wird, rechnet sich, weil eine vernünftige Schuldenregulierung das gesamte Sozialsystem entlastet“, so Königsberger-Ludwig abschließend.

Zahlen (1. Quartal 2019) für Wiener Neustadt:
Erstkontakte 301
Erstberatungen 244
Beratungsgespräche gesamt 951
Betreute Personen 730
Privatkonkursanträge 143
Durchschnittsverschuldung EUR 61.161,45
45 abgehaltene Sprechtage in Baden, Bruck/L., Mödling, Neunkirchen und Schwechat

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