27.09.2014, 13:23 Uhr

Aufgepasst: Neuer Neffentrick

Ein bislang unbekannter Täter kontaktierte am 1. August 2014, gegen 13.30 Uhr, zwei in einem Wohnhaus im Bezirk Baden lebende Schwestern am Festnetztelefon. Der Anrufer gab sich als Cousin der beiden Pensionistinnen aus. Beim Telefonat ersuchte er die beiden, ihm mit Barmittel in vierstelliger Höhe auszuhelfen. Er sei laut seinen Angaben zurzeit in Wien auf Besuch und müsse dringend eine geschäftliche Angelegenheit erledigen. Auf Wunsch des Anrufers wurde ihm eine Handynummer bekannt gegeben, um im Kontakt bleiben zu können.
Nach der Behebung des Bargeldes, die noch am selben Tag getätigt wurde, begaben sich die Frauen zum Bahnhof in Wr. Neustadt, um ihrem Cousin dort das Geld zu übergeben. Währenddessen erhielt das Opfer einen Anruf von dem angeblichen Cousin, dass er von der Polizei angehalten wurde. Der Anrufer fragte außerdem nach, ob die Schwestern die Polizei verständigten und diese ihm nicht trauen würden. Dies wurde von dem Opfer verneint. Beim Telefonat wurde nun vereinbart, dass sich die Frauen in die Bahngasse begeben sollen, wo eine männliche Person bei ihnen vorstellig werde, der das Geld übergeben werden soll. Auf dem Weg zu dem neuen Treffpunkt wurde das Opfer abermals auf dem Handy kontaktiert, wobei sich der Anrufer nun als Polizist ausgab. Es wurde ihr mitgeteilt, dass sie ohne Bedenken den Bargeldbetrag an den Mann übergeben könnte, da die Geldübergabe durch die Polizei überwacht und der Übernehmer des Bargeldes in weiterer Folge von den Polizisten angehalten werde. Auch wurden die Schwestern angewiesen, sofort nach der Geldübergabe in ein Geschäftslokal zu gehen und dort eine kurze Zeit zu verweilen. Der Anrufer erkundigte sich außerdem über ihr Aussehen, worauf dieser bestätigte, dass er sie bereits wahrnehmen könne und er in Zivil in einem Fahrzeug die Übergabe beobachte.
Nach der Übergabe des Geldes begaben sich die beiden Frauen wie vereinbart in das Geschäftslokal. Kurz darauf erhielten sie abermals einen Anruf auf dem Handy, indem bestätigt wurde, dass das Bargeld von den Polizisten gesichert wurde. Weiters teilte ihnen der angebliche Polizist mit, dass die Beamten noch am selben Tag mit ihnen Kontakt aufnehmen bzw. diese an deren Wohnadresse aufsuchen werden. Da dies jedoch nicht passierte und nun von den Frauen angenommen wurde, dass sie einem Betrug aufgelaufen sind, erstatteten diese noch in den Nachtstunden des 1. August 2014 die Anzeige bei der Polizeiinspektion Wr. Neustadt-Burgplatz.


Personsbeschreibung der Person, der das Geld übergeben wurde:
männlich, ausländische Herkunft, ca. 45–50 Jahre, schwarzes leicht gelocktes Haar, bekleidet mit einem grünen Langarmshirt und einer Hose vermutlich im gleichen Farbton;
Der angebliche Cousin bzw. der angebliche Polizist sprachen laut Angaben des Opfers und deren Schwester österreichischen Dialekt.

Sachdienliche Hinweise werden an das Stadtpolizeikommando Wr. Neustadt, Telefonnummer 059133-3390-333, erbeten.
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