26.09.2014, 19:21 Uhr

Sponsion und Ernennung zum Berufsoffizier

Wiener Neustadt: Theresianische Militärakademie | Am 26. September wurde die insgesamt vier Jahre umfassende und sehr fordernde Ausbildung der Berufsoffiziersanwärterinnen und Berufsoffiziersanwärter des Jahrgangs „Freiherr von Trauttenberg“ an der Theresianischen Militärakademie mit der Sponsion sowie der Ernennung zum Berufsoffizier und der Beförderung zum Leutnant in einer feierlichen Zeremonie abgeschlossen.

Die Ausbildung des erforderlichen Offiziersnachwuchses für das Österreichische Bundesheer erfolgt seit 1998 in einem dualen Ausbildungssystem, welches aus dem Truppenoffizierslehrgang (TrOLG) und dem Fachhochschul-Bachelorstudiengang Militärische Führung (FH-BaStg MilFü) besteht.

Der für die 49 Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs „Freiherr von Trauttenberg“ erstmals gemeinsam durchgeführte Festakt war daher einerseits die Sponsion, der Abschluss der akademischen Ausbildung am FH-BaStg MilFü und andererseits, für das Bestehen der Truppenoffiziersgrundausbildung, die Ernennung zum Berufsoffizier und die Beförderung zum Leutnant.

Daher wurde den Berufsoffiziersanwärterinnen und Berufsoffiziersanwärter des Jahrgangs „Freiherr von Trauttenberg“ durch den Leiter des Kollegiums der FH-Studiengänge Militärische Führung, Univ.-Prof. Dr. Dietmar Rößl, zuerst der akademische Grad des „Bachelor of Arts in Military Leadership“ verliehen und durch den Chef des Generalstabes, General Mag. Othmar Commenda, erfolgte die Ernennung zum Berufsoffizier und die Beförderung zum Leutnant. Der ehrwürdige Burghof am Fuße der Wappenwand lieferte das dem Anlass entsprechende Ambiente für diese feierliche Zeremonie.

Durch den Akademiekommandanten, Brigadier Mag. Gerhard Herke, wurde den jüngsten Berufsoffizieren des Österreichischen Bundesheeres abschließend der als äußeres verbindendes Zeichen aller Absolventen der Theresianischen Militärakademie das Tragerecht für den Akademiering in Silber verliehen.

Eine Ausnahme bildet dabei der Jahrgangsbeste, welcher den Akademiering in Gold, unter anderem ein Zeichen der Würdigung und Anerkennung besonderer Verdienste um die Theresianische Militärakademie, verliehen bekommt. In diesem Jahr erhielt Hauptmann Johannes Gurschka den Akademiering in Gold verliehen.

Im Rahmen der sechs Semester umfassenden fordernden Ausbildung am FH-BaStg MilFü werden jene Führungskompetenzen, abgestützt auf den Erkenntnissen der Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Wirtschafts- und Rechtwissenschaften sowie den geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie Philosophie, Geschichte und Sprachen für mögliche zukünftige Einsatzräume dieser Offiziersgeneration vermittelt.

Im TrOLG erfolgte die überwiegend praktische Ausbildung der allgemeinen militärischen und der waffengattungs- bzw. funktionsspezifischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Kommandantin oder den Kommandanten einer Teileinheit. Diese umfassende Ausbildung ermöglicht die Auftragserfüllung im Rahmen einer möglichen Erstverwendung im nationalen oder internationalen Verbund.

Die heutige Durchführung der Truppenoffiziersausbildung ist die zeitgemäße Interpretation des Gründungsauftrages von Kaiserin Maria Theresia an den ersten Direktor der Theresianischen Militärakademie, Graf Daun, „Mach er tüchtige Offiziere und rechtschaffene Männer daraus“.

Dieses duale Ausbildungssystem genießt höchstes europäisches Ansehen und wird beispielgebend wahrgenommen. Die Theresianische Militärakademie hat sich damit als zentraleuropäische Bildungsstätte für Berufsoffiziere etabliert, was unter anderem durch die Teilnahme von 17 Berufsoffiziersanwärterinnen und Berufsoffiziersanwärtern von internationalen Partnerinstitutionen aus den USA, Frankreich, Deutschland, Litauen, Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik am diesjährig angebotenen internationalen Wintersemester bestätigt wird.

Darüber hinaus erhalten Berufsoffiziersanwärterinnen und Berufsoffiziersanwärter der Theresianischen Militärakademie im Rahmen der Semesteraustausche oder des verpflichtenden Internationalen Berufspraktikums beste Beurteilungen oder erlangen militärische Auszeichnungen.

Diese Ausbildung ist einerseits der Grundstein für die persönliche, möglicherweise wissenschaftliche Weiterentwicklung und andererseits der entscheidende Beitrag zur Streitkräfte- bzw. Fähigkeitsentwicklung des Österreichischen Bundesheeres. Die angehenden Offiziere des Jahrgangs „Freiherr von Trauttenberg“ werden im täglichen Dienstbetrieb gefordert sein, trotz der vorherrschenden einschränkenden budgetären Rahmenbedingungen im Österreichischen Bundesheer, aufbauend auf ihrer umfassenden Ausbildung, selbstständig die derzeitigen und die zukünftigen Herausforderungen des Berufslebens im nationalen oder europäischen Rahmen ihre Aufgaben zu erfüllen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.