24.07.2017, 12:38 Uhr

Polizeireport Lavanttal: Betrugsdelikte fordern Exekutive

Erfolg bei der Fahndung: Die schwere Sachbeschädigung in der Kapelle des Wolfsberger Landeskrankenhauses (LKH) wurde von der Polizeiinspektion (PI) Wolfsberg kürzlich geklärt (Foto: Jäger)

Der Polizeireport informiert die WOCHE-Leser über die Meldungen aus dem Lavanttal.

LAVANTTAL. Alle Hände voll zu tun gab es in der Vorwoche wieder für die Exekutive.

Schwere Sachbeschädigung geklärt

Ein vorerst unbekannter Täter beschädigte bereits in den Abendstunden des 13. Julis in der christlichen Kapelle des Landeskrankenhauses (LKH) Wolfsberg eine dort befindliche Heiligenfigur: Er brach ihr eine Hand ab. Weiters verunstaltete er die Mauer durch einen Schriftzug und er bemalte zwei Engelfiguren mit Kugelschreiber. Aufgrund von Videoaufzeichnungen gelang es den Beamten der Polizeiinspektion (PI) Wolfsberg nun, einen 30-jährigen Lavanttaler als vermutlichen Täter der schweren Sachbeschädigung in den sakralen Räumlichkeiten zu überführen. Im Laufe der Ermittlungen kristallisierte sich für die Exekutivbeamten heraus, dass der Täter sich im Vorfeld am Opferstock zu schaffen machte. Da es dem 30-jährigen Mann aus dem Bezirk Wolfsberg nicht gelang, diesen zu öffnen, dürfte er sich aus Ärger darüber an den Figuren abreagiert haben. Er wird angezeigt.

Betrug in Wolfsberg

Ein bis dato noch nicht ausgeforschter Täter schloss im Namen eines 26-jährigen Arbeiters aus Wolfsberg zwei Verträge mit Telekommunikationsanbietern ab. Sämtliche Rechnungsanforderungen im Zusammenhang mit diesen online abgeschlossenen Verträgen wurden von ihm unterlassen. Der geschädigte Lavanttaler erlangte erst nach Konfrontation mit einem erwirkten Exekutionstitel Kenntnis von dem Betrug. Insgesamt ist bis zum heutigen Tag laut Polizeiinspektion (PI) Wolfsberg eine Gesamtschadenssumme in der Höhe von mehreren tausend Euro anhängig. Weitere Ermittlungen bezüglich des derzeit unbekannten Täters laufen auf Hochtouren.

Gutscheincodes gutgläubig angegeben

Ein weiterer Betrug ereignete sich am Freitag: Am späten Nachmittag meldeten sich kurz hineinander zwei unterschiedliche Personen - eine Fraue und ein Mann - telefonisch bei einer Tankstelle im Stadtgebiet von Wolfsberg als vermeintliche Mitarbeiter des Betreiberkonzerns. Dabei informierten beide Anrufer über angebliche Probleme bei der Verrechnung von diversen Gutscheinkarten. Eine Mitarbeiterin der Wolfsberger Tankstelle wurde aufgefordert die vorrätigen Gutscheinkarten aus den Aufstellern zu nehmen. Sie sollte außerdem telefonisch die Codes zum Abgleich bekanntgeben. Gutgläubig gab die Mitarbeiterin der Aufforderung nach und gab die Codes in einer Gesamthöhe von mehreren hundert Euro bekannt. Bis dato steht laut Polizeiinspektion (PI) Wolfsberg noch nicht fest ob die Gutscheine mittels Codeeingabe eingelöst wurden. Seitens der Wolfsberger Exekutive wird derzeit versucht, die betreffenden Unternehmen über die Betrugshandlung in Kenntnis zu setzen, um das Einlösen der Codes zu verhindern. Weitere Erhebungen werden aktuell durchgeführt.
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