15.000 Bücher abgegeben
Der Kiwanis Club-Flohmarkt für gute Zwecke
- Sammeln für humanitäre Hilfe: Reinhard Kratochvil, Elisabeth Lehenbauer und Engelbert Lehenbauer (v.l.).
- Foto: Evi Leutgeb
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In den Räumlichkeiten des ehemaligen Herrenmodengeschäftes am Hauptplatz in Zwettl herrschte bereits frühmorgens zur Eröffnung reger Andrang.
ZWETTL. Der "Kiwanis Club Zwettl Schwarz Alm Waldviertel" engagiert sich das ganze Jahr über für die Sammlung von Büchern, um beim Flohmarkt Geld einzunehmen, welches notleidenden Kindern in der Region Waldviertel zugutekommt. Der Club führt eine sorgfältige Prüfung durch, um festzustellen, ob eine finanzielle Unterstützung tatsächlich erforderlich ist. „Es gibt nur wenige Fotos, die Spenden festhalten, da wir nicht zeigen wollen, wie erbärmlich manche Situationen sind“, erzählt Kiwanis-Mitglied Rainhard Kratochvil.
Intensive Vorbereitung
Bereits eine Woche zuvor arbeiteten im Schnitt täglich fünf Leute daran, die Druckwerke nach Thema zu sortieren, aber auch auszumisten, wie Telefonbücher oder Bedienungsanleitungen. Die Entsorgung des Abfalls erfolgt praktischerweise gleich durch Sekretär Alexander Dürr.
„Die Organisation funktioniert super“, zeigt sich Club-Mitglied Engelbert Lehenbauer zufrieden.
Rund 15.000 Bücher aller Genres häuften sich an, etwa die Hälfte davon findet gegen freie Spenden einen neuen Besitzer. Bücher nimmt Kiwanis auch während des Flohmarktes noch entgegen.
Lieblingswerke von Besuchern
Michael Friedl zeigte an Waldviertel-Literatur Interesse, die er sogleich mitnahm. „‘Trisolaries‘ von Liu Cixin fand ich äußerst spannend“, sagt er. Der Schmöker muss einfach fesselnd sein, er umfasst 1.740 Seiten.
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„Für mich war ‚Das Café am Rande der Welt‘ von John Strelecky eines der besten Bücher, die ich gelesen habe“, bewertet Kerstin Paul diese tiefgründige Erzählung. Stammkundin Rosa Mayerhofer tauscht beim Flohmarkt des Kiwanis jährlich Bücher aus. Ihre Präferenz gilt Farbbildbänden über Landschaften: „All jene, wo ich nicht hinreisen kann.“
Interessante Ansätze
Gemäß den Regularien des Kiwanis Clubs ernennt man jedes Jahr einen neuen Präsidenten, der nach dem Datum seines Club-Beitritts in den Vorstand eintritt. Lehenbauer führt aus, dass sich in diesem Modell die Möglichkeit bietet, kontinuierlich frische Ideen einzubringen, aber auch, dass sich jeder in seinem einjährigen Amt besonders bemüht. – Sesselkleber sind somit im Kiwanis Club ausgeschlossen.
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