10.04.2016, 14:55 Uhr

Das sagen seine Wegbegleiter: "Sobotka ist Vollblutpolitiker"

Wolfgang Sobotka dirigierte Samstagabend das Frühjahrskonzert in Waidhofen.

Von Waidhofen ins Innenministerium: Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka als designierter Innenminister.

WAIDHOFEN/YBBS. Gerade noch dirigierte Landes-Vize Wolfgang Sobotka das Frühjahrskonzert des Waidhofner Kammerorchesters. Dass er auch für rauere Töne geeignet ist, kann er künftig als Innenminister beweisen. Wir haben bei ehemaligen Wegbegleitern Sobotkas nachgefragt, wie er wirklich ist.

Ybbstaler Vifzack

"Ich kenne Wolfgang schon sehr lange. Wir waren 1982 gemeinsam im Waidhofner Gemeinderat", erinnert sich Ignaz Hofmacher, ehemaliger Landtagsabgeordneter aus Windhag. "Er ist ein Vifzack, hat sich total eingebracht und hat alle seine Funktionen zu 100 Prozent erfüllt", so Hofmacher. Andreas Hanger aus Ybbsitz, Bezirksobmann der ÖVP, sieht den Wechsel ins Innenministerium mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Wolfgang Sobotka war immer auch ein wichtiger Ansprechpartner in der Regionalentwicklung", so Hanger. "Aber er wird ein äußerst fähiger Innenminister", fügt er hinzu.

Unterstützer von Sobotka

Sowohl für Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer als auch für Alt-Bürgermeister Wolfgang Mair kommt dieser Wechsel sehr plötzlich. Krammer schmeichelt: "Wolfgang ist ein Vollblutpolitiker und weiß ganz genau, wie man Politik für die Menschen und mit den Menschen macht."
Sobotka setze sich Ziele und erreiche diese auch jedes Mal. Das qualifiziere ihn als Innenminister, obwohl er eigentlich aus dem Finanzbereich kommt. "Sobotka ist eine Führungsperson und weiß, wie er Mitarbeiter leiten muss", meint Mair. Dass Pröll wohl bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr antreten werde, sei kein Geheimnis, so Mair und Krammer. Es sei nur logisch, dass Pröll seine neue Stellvertreterin und Favoritin um den Posten der Landeshauptfrau schon früh genug einarbeiten möchte, verrät Mair. Krammer "begrüße das" und sieht Mikl-Leitner in Niederösterreich in guten Händen. Obwohl Mikl-Leitner öfters für ihre scharfe Asylpolitik kritisiert wurde, sei der Wechsel keinesfalls als Kapitulation ihrerseits zu verstehen, sind sich Werner Krammer und Wolfgang Mair einig. "Sobotka ist ein harter Verhandlungspartner", meint Mair. Er werde die Linie seiner Vorgängerin fortführen.
Warum der Postentausch mit Johanna Mikl-Leiter so plötzlich vonstattenging, kommentiert Wolfgang Sobotka nach dem Konzert ausweichend: "Es war immer schon klar, dass sie zurück nach Niederösterreich geht."


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Karl Maurer aus Krems | 10.04.2016 | 20:40   Melden
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Karl Maurer aus Krems | 11.04.2016 | 13:59   Melden
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