20.05.2016, 16:19 Uhr

127 Hektar Au für das Land Salzburg

Franz-Josef Auersperg hat das Grundstück offiziell an Astrid Rössler (im Bild mit Nußdorfs Bürgermeister Johann Ganisl) übergeben.

Mit der Unterschrift am Kaufvertrag konnte das größte Renaturierungsprojekt Salzburgs gestartet werden.

NUSSDORF (buk). Von einem "Freudentag" spricht Lhstv. Astrid Rössler bei der offiziellen Übergabe der Weitwörther Au an das Land Salzburg. Franz-Josef Auersperg hat hier 127 Hektar verkauft, die künftig zu einem Vorzeigeprojekt für renaturierte und erlebbare Aulandschaft adaptiert werden. "Wir entwickeln die Fläche behutsam weiter", verspricht Rössler. Insgesamt kostet das LIFE-Projekt rund 10,5 Millionen Euro, 60 Prozent davon trägt die EU.

Familienbesitz seit 1864

Zuvor war die Au seit 1864 Familienbesitz. "Meine Ururgroßeltern haben damals Weitwörth erworben", erzählt Auersperg. Damals sei es hier vor allem um ein Jagdgebiet gegangen. Konkret wurden die Verkaufs-Pläne im vergangenen Jahr. Tatkräftige Unterstützung kam von Nußdorfs Bürgermeister Johann Ganisl. Neben dem Grundstück selbst hat das Land Salzburg auch das Jagdrecht und das Fischereirecht im Ausee erworben.

"Bei einem natürlichen Auwald sind kaum Maßnahmen zu setzen", sagt Bernhard Riehl vom Referat Naturschutzrecht und Förderungswesen. Künstlich angelegte Monokulturen – etwa mit Fichten und Pappeln – sollen wieder zu natürlichen Flächen wachsen. Bagger werden trotzdem auf einem Teil des Gebiets auffahren: "Auf mehreren Hektar werden wir die Au ,tieferlegen' um sie näher an das Niveau der Salzach zu bringen", erklärt Riehl. Das fördere die Überschwemmungs- und Grundwasserdynamik.

Besserer Au-Zugang

Damit Besucher leichter in das Gebiet gelangen können, wird im Zuge der Umbaumaßnahmen des Lokalbahnhofs Weitwörth auch ein ein öffentlicher Bahnübergang für Fußgänger geschaffen. "Es geht um ein besonderes Projekt für die nächsten Generationen", ist Rössler überzeugt. Auf ihrer Wunschliste stehen noch weitere 540 Hektar um ein durchgehendes Au-Gebiet von Siggerwiesen bis Oberndorf zu schaffen: "Doch vor dem Liebäugeln mit den nächsten Flächen heißt es jetzt erst einmal kräfitg sparen."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.