11.07.2016, 08:32 Uhr

Pflege soll belohnt werden

Sabine Mader und Maria Buchmayr wollen in Sachen Pension keine halbe Sachen mehr.

Grüne fordern faire Pension für Frauen durch Anrechnung von Erziehungs- und Pflegezeiten.

GRIESKIRCHEN (raa). Wenn es um die Pension geht, haben Frauen in der Regel finanziell meist das Nachsehen. "Die durchschnittliche Pension beträgt bei Männern nahezu 100 Prozent mehr als bei Frauen", so die Frauensprecherin der Grünen in Oberösterreich Maria Buchmayr. Erwerbsunterbrechungen und Phasen von Teilzeitbeschäftigung wirken sich nachteilig auf die Pensionshöhe aus. "Das ist eine systematische Benachteiligung von Frauen, die dringend korrigiert werden muss", so Buchmayr. Nach derzeitiger Rechtsprechung werden pro Kind vier Jahre als Kinderbetreuungszeiten angerechnet. "Diese enden aber vorzeitig bei einer neuerlichen Geburt und werden damit verkürzt, es sei denn, zwischen den Geburten liegen vier ganze Jahre", so die Frauensprecherin. Auch die Pflege älterer Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Viele Menschen wollen sich so lange wie möglich um die Angehörigen kümmern. "Um die für die Pflege nötige Zeit aufzubringen, entscheiden sich viele Frauen für eine Teilzeitbeschäftigung." Das wirkt sich ebenfalls negativ auf die Pensionberechnung aus. Die Grünen fordern auch bei der Anrechnung der Pflegezeiten faire Rahmenbedingungen. "Diese Nachteile gehören beseitigt. Die Pflegezeiten gehören honoriert, es es vorerst nur dadurch, dass sie weder zu Nachteilen im aktiven Berufsleben noch zu Nachteilen bei der Berechnung der Pensionshöhe führen", so Buchmayr.
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