21.09.2016, 18:32 Uhr

Mit Pfarrer Gabel auf Rundreise durch die Gemeinde Kukmirn

Beim Pilgerkreuz an der Grenze zwischen Limbach und Neusiedl macht Pfarrer Gerhard Gabel bei seinen Radtouren gerne Rast.
Kukmirn hat im Bezirk Güssing eine doppelte Sonderstellung. Zum einen ist es die größte Obstbaugemeinde, zum anderen die Gemeinde mit dem weitaus höchsten Anteil evangelischer Christen. "Über die Hälfte der Bevölkerung sind Protestanten", weiß Pfarrer Gerhard Gabel.

Zentrum der Evangelischen

Das ist auch in den Ortsbildern deutlich sichtbar. Kukmirn und Neusiedl sind die einzigen Dörfer im Bezirk mit je einer evangelischen und einer katholischen Kirche. Limbach verfügt zusätzlich über ein evangelisches Bethaus.

"Die 1786 eingeweihte Kukmirner Kirche ist die älteste 'Toleranzkirche' des Burgenlandes", erzählt Gabel. Joseph II. ebnete mit dem so genannten Toleranzedikt den Protestanten den Weg zur Ausübung ihrer Religion.

"Schlicht, aber schön und einen Besuch wert" sei das Gotteshaus. Gabel versammelt hier jeden Sonntag die Gläubigen zur geistigen Einkehr.

Eine Gegend für Radler

Zur körperlichen Entspannung schwingt sich der gebürtige Siebenbürger in der Freizeit gerne aufs Rad. Die hügelige Landschaft von Kukmirn, Neusiedl, Limbach und Gerersdorf mit ihren schönen Ausblicken genießt er immer wieder aufs Neue.

Einer seiner Lieblings-Rastplätze ist das Pilger-Marterl an der Grenze zwischen Neusiedl und Limbach, wo der Blick weit in die Landschaft schweift. "Ich kann mich daran freuen, wenn die Schöpfung so vor einem liegt", schwärmt Gabel.

Freiwilligenarbeit

Auch das Ortsbild, das Freiwillige pflegen, weiß er sehr zu schätzen. In Kukmirn, Neusiedl und Limbach sind Verschönerungsvereine am Werk, in Eisenhüttl private Gartenfreunde. "Obwohl das Dorf klein ist, sieht man an diesem Beispiel, wie stark der Zusammenhalt in Eisenhüttl ist", merkt Gabel an.

Geborgenheit

Die Infrastruktur, die in der Gemeinde in den letzten Jahren entstanden ist, lobt er sehr. Im Pflegeheim in Limbach seien "die Menschen gut aufgehoben", hebt Gabel hervor. "Sie haben eine gute Pflege, wenn sie aus ihrem Zuhause in eine neue Gemeinschaft kommen. Aber sie brauchen oft auch Trost", erzählt der Pfarrer, der im Heim regelmäßig Gottesdienste feiert.

Ein wenig erinnert ihn die Landschaft seiner neuen Heimat, in der er seit 14 Jahren wirkt, an seine Geburtsgemeinde Großscheuern im deutschsprachigen Teil Rumäniens. "Dort ist es schön. Aber hier ist es noch eine Spur schöner", lächelt Gabel.

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