23.07.2016, 10:22 Uhr

„Kami“ hat große Ziele

Auch mit intesivem Krafttraining macht sich Thomas Kammerlander fit für die kommende Saison. (Foto: Peter Leitner)
Technische Regeländerungen erhöhen die Chancen der österreichischen Naturbahnrodler.

UMHAUSEN (pele). Es ist noch einige Zeit hin bis zum Weltcupauftakt der Naturbahnrodler, der mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in Kühtai stattfinden wird. Thomas Kammerlander, Aushängeschild der Nationalmannschaft aus Umhausen, befindet sich freilich schon seit Februar (!) wieder im Training. Dabei hat er das Mountainbiken neu ins Programm aufgenommen. „Teilweise auch gezwungenermaßen, denn Bergtouren so wie im vergangenen Jahr waren heuer wegen der extremen Schneelage noch kaum möglich. Deshalb war es nötig, dass ich eine Alternative finde“, berichtet der Ötztaler.

Aktuell sitzt „Kami“ täglich am Rad oder joggt, garniert sein Training noch mit drei bis vier Krafteinheiten pro Woche. „Das geht schon ziemlich an die Substanz. Aber es ist enorm wichtig, jetzt die körperlichen Voraussetzungen für den Winter zu schaffen.“

Einmal mehr wird wohl der Südtiroler Patrick Pigneter der große Gegner im Weltcup sein. Doch eben dieser zeigte schon in der vergangenen Saison gewisse Schwächephasen. Entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten hat er die vier letzten Weltcuprennen nicht (!) gewonnen, musste sich auch in der italienischen Meisterschaft seinem Landsmann Alex Gruber geschlagen geben. „In so einer Situation fängt auch Patrick zu denken an, weil nicht mehr alles so einfach von der Hand geht“, weiß Kammerlander.

Große Hoffnungen setzen er und seine österreichischen Teamkollegen auch auf die bevorstehende Materialumstellung im kommenden Rennwinter. Kammerlander: „Es wird Einschränkungen geben, die es den Italienern nicht mehr ermöglichen werden, mit den bisherigen Einstellungen am Schlitten zu fahren. Der internationale Rodelverband will, dass die Renngeräte wieder weniger aggressiv sind. Die verordnete Umstellung erfolgt somit aus Sicherheitsgründen.“

„Kamis“ großes Ziel in der Rennsaison 2016/2017 ist einmal mehr der Gesamtweltcup. Und natürlich will er auch bei der Weltmeisterschaft, die in Rumänien ausgetragen wird, eine Medaille holen. Die Hauptkonkurrenten sitzen neben Patrick Pigneter zum Beispiel mit dem wiedergenesenen Michael Scheikl auch im eigenen Lager.
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