08.04.2016, 12:14 Uhr

SPÖ-Frauen Tirol - Solidarität mit der Protestbewegung gegen Abtreibungsverbot in Polen

Selma Yildirim (Foto: SPÖ)

In Polen ist eine Verschärfung der Abtreibungsgesetze geplant. Auch in Tirol gibt es immer wieder Strömungen, die dies fordern. Die SPÖ-Frauen Tirol setzen sich gegen die Verschärfungen ein.

TIROL. Die SPÖ-Frauen Tirol verurteilen die Initiative zur Verschärfung der Abtreibungsgesetze in Polen. Allerdings sehen sie auch Handlungsbedarf in Tirol.

Solidarität mit der Protestbewegung in Polen

In Polen gibt es derzeit Bestrebungen, Abtreibungen zu verbieten. „Damit werden Frauen in die Illegalität gedrängt, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Wir sind solidarisch mit der Protestbewegung, die sich gegen dieses Vorhaben stellt.", so die Tiroler Frauenvorsitzende Selma Yildirim und EU-Abgeordnete Karoline Graswander-Hainz.

Handlungsbedarf für legale Abtreibungen in Tirol

In Tirol ist es nicht möglich, Schwangerschaftsabbrüche an öffentlichen Krankenhäusern vornehmen zu lassen. Es gibt nur einen niedergelassenen Arzt, der Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Ein diesbezüglicher Antrag der SPÖ wurde von der schwarz-grünen Landesregierung bisher ignoriert. Auch in Österreich gibt es immer wieder reaktionäre Bewegungen, die das Selbstbestimmungsrecht der Frauen begrenzen wollen, so die SPÖ-Frauen.

Geplante Gesetzesänderung in Polen

Polen hat auch jetzt schon eines der strengsten Gesetze zu Schwangerschaftsabbrüchen innerhalb der EU. Die derzeitige Initiative "Recht auf Leben" fordert eine weitere Verschärfung. Diese fordert ein Abtreibungsverbot auch nach einer Vergewaltigung oder bei schwerer Missbildung des Fötus. „Erst vergangenes Wochenende gingen zehntausende PolInnen auf die Straße, um gegen die umstrittenen Pläne zu demonstrieren. Und der Protest von Frauenorganisationen wird weitergehen, “, so Europaabgeordnete Karoline Graswander-Hainz. Die SozialdemokratInnen im EU-Parlament wollen die Situation in Polen thematisieren und Druck auf Polen aufbauen.
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