01.07.2016, 14:40 Uhr

Start neuer Trainer-Lehrgangs für Basisbildung am Arbeitsplatz

(Foto: BFI Tirol)
INNSBRUCK (kr). Nach einem erfolgreichen Lehrgangsstart Mitte März in Linz, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Trainerausbildung für Basisbildung am Arbeitsplatz nun auch in Innsbruck, um den Lehrgang fortzusetzen. Der Lehrgang befähigt interessierte Trainerinnen und Trainer Basisbildung direkt in Betrieben beziehungsweise im berufsrelevanten Kontext umzusetzen. Arbeitsplatzbezogene Basisbildung nimmt Bezug auf konkrete berufliche Anforderungsprofile. Dort wo konkrete Schwierigkeiten im Arbeitsalltag liegen wird angesetzt.

Während im Modul 1 am BFI Oberösterreich in Linz das Kennenlernen des Ausbildungskonzepts und eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema Basisbildung in der Arbeitswelt und im Beruf stattfand, setzten sich nun im ersten Modul am BFI Tirol in Innsbruck die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich vertiefend mit Basisbildung im Allgemeinen aber auch mit Entwicklungen und geänderten Anforderungen der Arbeitswelt auseinander.
Da es sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern um erfahrene Trainerinnen und Trainer in der Erwachsenenbildung handelt, fand ein intensiver und anregender Austausch statt. Die Kombination aus mitgebrachtem Wissen, dem Erfahrungsschatz der Trainerinnen und Trainer und dem neuen Input zur Verschränkung von Basisbildung und Arbeitswelt verspricht einen spannenden weiteren Lehrgang.
Aufgrund der hohen Standards von Curriculum, Lehrgangszielen und -inhalten erhielt der neuen Lehrgang die Zertifizierung durch die Weiterbildungsakademie Österreich (wba).

Lehrgangsziele

Studien zeigen, dass ein erhöhter Bedarf an Basisbildungs- und Alphabetisierungsangeboten für Erwachsene in Österreich besteht. Immerhin 60% der erwachsenen Österreicher/-innen mit geringen Grundkompetenzen sind erwerbstätig. Nach Schätzung von Expert/-innen werden aber in den nächsten Jahren 30% an Arbeitsplätzen für niedrig Qualifizierte wegfallen, denn die Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich: Qualitätsverfahren werden eingeführt, Informations- und Kommunikationstechnologien werden zur Dokumentation und in der Produktion auch an Arbeitsplätzen von wenig Qualifizierten verstärkt eingesetzt. Je näher das Gelernte am Alltagsleben ist, desto leichter fällt Erwachsenen das Lernen - insbesondere gering qualifizierten Personen. Arbeitsplatzbezogene Basisbildung nimmt Bezug auf konkrete berufliche Anforderungsprofile. Dort, wo Schwierigkeiten im Arbeitsalltag liegen, wird angesetzt.
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