23.07.2016, 08:30 Uhr

Umweltschutz: Erstes Unternehmen mit drei Standorten ausgezeichnet

CMI-Prokurist Werner Verocai und Congress- und Messedirektor Christian Mayerhofer freuen sich über die Auszeichnung durch das Bundesumweltministerium. (v.l.) (Foto: cmi)

Give-Aways aus Zirbenholz, regulierte WC-Spülungen und Tiefenbrunnen zur Energiegewinnung: Die Congress Messe Innsbruck (CMI) wurde nun als erstes Unternehmen Österreichs mit drei Standorten von Umweltminister Andrä Rupprechter für nachhaltige und energiebewusste Ressourcenverwendung ausgezeichnet. Wie das Veranstaltungshaus seine Energie selbst generiert und der Umwelt etwas Gutes tut, erklären die Mitarbeiter der CMI.

INNSBRUCK (kr). Der Congress Messe Innsbruck wurde als erstes Unternehmen Österreichs mit drei Standorten – und an allen drei Standorten Congress Innsbruck, Messe Innsbruck und congresspark igls – von Bundesumweltminister Andrä Rupprechter mit dem Österreichischen Umweltzeichen als „Green Location“ ausgezeichnet. Das begehrte Siegel wurde bisher nur an sieben Veranstaltungshäuser in Österreich verliehen. „Seit Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Ressourcenschonung und -verwaltung“, erklärt Congress- und Messedirektor Christian Mayerhofer. „Investitionen und Instandhaltungsaktivitäten werden von uns immer auf ihren Carbon Footpint geprüft und umweltbewusst umgesetzt.“ Der grüne Gedanke der CMI ziehe sich daher wie eine „grüne Liane“ durch die drei Standorte. „Aufgrund unserer intensiven Bemühungen wurden wir sogar mit Bestnoten ausgezeichnet“, freut sich auch Prokurist und Leiter des Veranstaltungsmanagements Werner Verocai.

Energiegewinnung durch Tiefenbrunnen

Neben der vollautomatischen Gebäudeleittechnik, welche Strom, Helligkeit und Wärme in jedem der über 50 Säle und Hallen steuert, liege das Hauptaugenmerkt auf der Energiegewinnung, berichtet CMI-Projektleiter und „Green“-Beauftragter Florian Gösweiner. Diese erfolgt über zwei Grundwasser-Tiefenbrunnen an den Standorten Congress und Messe sowie über eine Solaranlage am Standort congresspark igls. „Über die Grundwasser-Wärmepumpeanlage können wir mit der vorhandenen und von der Behörde genehmigten Wassermenge 80% des gesamten Gebäudes heizen und kühlen“, bestätigt Messe-Betriebsleiter Hansjörg Stern. Der Standort Congress Innsbruck reguliere seine Kühlung ebenfalls zu 98% aus der durch eine Grundwasser-Wärmepumpeanlage gewonnenen Energie. „Räumlichkeiten, die nicht für eine Veranstaltung in Betrieb stehen, werden auch nicht geheizt oder gekühlt“, sagt Stern.

Gesamte Belegschaft trägt den Umweltgedanken mit

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind den Mitarbeitern der CMI, die den Umweltgedanken engagiert mittragen, sehr wichtig, fügt Direktor Mayerhofer hinzu: „Eine Haltung, die wir auch bei unseren Gesellschaftern Stadt Innsbruck, Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol sowie dem Tourismusverband Innsbruck und seinen Feriendörfer stark spüren.“ Dass das Ziel der Nachhaltigkeit von der gesamten CMI-Belegschaft mitgetragen wird, bestätigt Marketingleiterin Carina Kuperion: „Wir drucken nur auf FSC-zertifiziertem Papier.“ FSC steht für die internationale Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council, die zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung ein System zur Zertifizierung von Holzprodukten geschaffen hat. „Außerdem achten wir bei der Auswahl unserer Give-Aways besonders auf die Regionalität der Anbieter.“ Derzeit gibt es vorwiegend Kundenpräsente aus lokalem Zirbenholz, sagt Kuperion.

Regulierter Wasserabfluss und Radeln für den Klimaschutz

Es sind aber nicht nur Systeme, Drucksorten oder Produkte, die zur Nachhaltigkeit beitragen. Auf nur allzu menschliche Bedürfnisse, wie etwa den Gang auf die Toilette, wirken sich Vorkehrungen zur Ressourcenschonung aus: „Die Menge des Wasserabflusses unserer Toilettenspülungen ist genau geregelt“, betont Congress-Betriebsleiter Bernhard Zotz. Zudem lege man sehr viel Wert auf die Einhaltung der Mülltrennung im Haus. Die dafür mit blauen, gelben, grünen oder grauen Deckeln versehenen Mülleimer stehen an vielen Stellen in den Gebäuden. „Wir beraten unsere Kunden und halten Veranstalter explizit dazu an, Müll so gut wie möglich zu vermeiden oder sehr sorgsam zu trennen“, konstatiert Zotz. Als Leitbetrieb unter den Tiroler Veranstaltungshäusern fühle man sich der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz stark verpflichtet, resümiert Direktor Mayerhofer: „Dazu gehört auch die Unterstützung von relevanten Initiativen.“ Die CMI-Belegschaft strampelt deshalb nach dem Motto „Ganz Tirol radelt“ bei einer Initiative des Landes Tirol und des Klimabündnisses kräftig mit und spart dadurch Autokilometer ein.
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