24.05.2016, 08:12 Uhr

Ein echter Geheimtipp

Die WOCHE wanderte auf das Zachenschöberl, einen sehr aussichtsreichen Geheimtipp im Bezirk.

Das Zachenschöberl ist ein Gipfel der Rottenmanner und Wölzer Tauern, der eher unbekannt ist und einsame Gipfeltouren garantiert.
Als Ausgangspunkt wurde der Irdninger Ortsteil Raumberg gewählt, alternativ lässt sich der Gipfel aber auch von Donnersbach und von Bleiberg erklimmen.

Anfangs durch den Wald

Die Tour beginnt etwas außerhalb von Raumberg in der Nähe eines markanten Wasserbassins am Raumbergweg. Dort folgt man einige Minuten der Forststraße, die an der rechten Seite des Bassins vorbei verläuft, bis man die Abzweigung auf den "Weg Nr. 4" erreicht. Nun geht es weiter entlang des beschilderten Weges, zumeist mäßig steil durch den Wald, ab und zu jedoch auch wieder entlang der Forststraße. Bereits hier gibt es immer wieder freie Stellen, die eine gute Aussicht auf das morgens oftmals nebelverhangene Ennstal bieten.
Ein sogenanntes "koits Brindl" am Weg lädt nach etwa einer Stunde zur ersten Erfrischung ein.

Stubeggsattel

Nach etwa anderthalb Stunden Gehzeit lichtet sich schließlich der Wald und gibt den Blick auf das umliegende Bergpanorama frei. Nun führt der Weg leicht abfallend vorbei an mehreren Almen, bis nach etwa einer halben Stunde der Stubeggsattel in Sicht ist. Dieser Sattel bietet mit der kleinen "Graßl Herrgott"-Kapelle und einem weiteren Brunnen die perfekte Möglichkeit, vor dem steilen Anstieg auf das Zachenschöberl noch einmal innezuhalten und den traumhaften Ausblick auf das mächtige Dachsteinmassiv zu genießen.

Auf das Zachenschöberl

Durch die Rast gestärkt steht nun der Aufstieg auf das Zachenschöberl bevor. Der Einstiegspunkt hierfür befindet sich etwa 50 Meter vor der Kapelle an einer Abzweigung der Forststraße. Die Straße führt sanft ansteigend wieder in einen Wald hinein und bereits nach etwa zehn Minuten Gehzeit zweigt ein gut ausgetretener, aber auch sehr steiler Weg von der Foststraße ab.
Der markierte Weg führt nun teils durch den Wald hindurch, verläuft aber auch teilweise auf offener Flur. Ungefähr eine Stunde nimmt dieser letzte, steile Anstieg in Anspruch, dann ist der 1726 Meter hohe Gipfel des Zachenschöberls erreicht und der Wanderer wird mit einer traumhaften Aussicht auf das Ennstal, das Donnersbachtal und die umliegenden Berge der Wölzer Tauern belohnt. Der Abstieg erfolgt zunächst auf der gleichen Route, vom Stubeggsattel besteht die Möglichkeit, nach Donnersbach, Bleiberg oder zurück zum Ausgangspunkt nach Raumberg zu wandern.

Informationen zum Schluss

Die Wanderung auf das Zachenschöberl ist konditionsfordernd, jedoch technisch nicht weiter schwierig. Der Weg vom Ausgangspunkt Raumberg bis zum Gipfel nimmt in etwa drei Stunden in Anspruch. Da der Weg an manchen Stellen nur schlecht oder gar nicht markiert ist, kann eine Begleitung mit Ortskenntnissen von Vorteil sein. Weiters ist in den warmen Monaten Vorsicht bei den auf den Almen weidenden Mutterkühen geboten.
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