04.09.2016, 18:58 Uhr

Zweiter Runway Night Run 2016 oder zweites Flughafen Volksfest

Hörsching: Runway Nightrun | LINZ eh Mystische Lichtspiele, ein Erlebnis der besonderen Art, ein europaweit einzigartiges Spektakel: Nur um einige Schlagwörter aufzuzählen, die mit dem zweiten Runway Night Run am Blue Danube Flughafen Linz, in Verbindung gebracht werden.
Rund um das Gelände waren Feuerwehren und die Polizei auf den Straßen im Einsatz um die Autos einzuweisen. Der Weg zum Gelände war nicht zu übersehen, viele Menschen strömten in Richtung Veranstaltung. Dort angekommen, bot sich dann ein doch überraschendes Bild. Ein großer Hangar aus dem der Besucher als erstes den Geruch von Langos und Bier vernahm. Leberkäse und Pommes wurden übrigens auch angeboten. Die Biertischgarnituren standen zudem bereits in der richtigen Volksfestaufstellung und an das erinnerte es auch im ersten Eindruck.
Wird der Blick geschärft, wurden sie erkannt: Die Menschen, um die es ging. Nämlich um die Läuferinnen und Läufer, die trainiert haben wie auch die Hobbyläufer, die sich freuten, ihren ersten Bewerb zu laufen oder Belegschaften von Firmen, deren Zusammenhalt nach so einem Bewerb sicher noch besser ist.
Der Großteil jener Menschen stand abseits des Trubels. Sie tranken Wasser oder Elektrolytgetränke und aßen noch eine Banane. Je näher der Uhrzeiger zur Startzeit, 24.00 Uhr, rückte, desto nervöser und angespannter wurde die Stimmung. Es war beeindruckend über 1000 Starter am Rollfeld stehen zu sehen. Um Punkt 24.00 Uhr wurden die Läuferinnen und Läufer mit einem großen Applaus der Zuschauer in die Finsternis des Rollfeldes, auf die fünf Kilometer lange Strecke entlassen. In der Ferne waren immer wieder Stirnlampen zu sehen.
Nach 16 Minuten 07 Sekunden kam Christian Tortorolo als schnellster Mann ins Ziel. Martin Pötz passierte mit 16 Minuten 33 Sekunden als Zweiter die Ziellinie und mit 16 Minuten und 48 Sekunden lief Markus Traxler als Drittplatzierter ein.
Schnellste Dame darf sich Lisi Pölzl nach 20 Minuten und 16 Sekunden nennen. Adelheid Schlosser folgte ihr auf Platz zwei (20 Minuten und 42 Sekunden). Dritte wurde Renate Loidl mit einer Zeit von 21 Minuten und 04 Sekunden.
Das Gefühl um Mitternacht im beinahe Finsteren zu laufen, war sehr speziell. Alle Zieleinläufer wurden mit Obst und Getränken versorgt und konnten sich erholen. Im Ziel fieberten die Finisher mit Kollegen und Freunden die noch auf der Strecke waren mit. Kaum waren sie in der Finsternis zu erkennen, ertönten laute Zurufe und Anfeuerungen. Gänsehautgefühl im Ziel pur, wenn sich Menschen über das Geschaffte so sehr freuen konnten. Hand in Hand liefen Teilnehmer zum Teil über die Ziellinie, manche Gruppe warteten sogar zusammen um gemeinsam durchs Ziel laufen zu können.
Sport verbindet, das wurde hier wieder sehr schön demonstriert. Kaum waren die letzten Teilnehmer im Ziel wurde es ruhig. Die Labestation war leer gegessen und getrunken. Die Zuschauer marschierten in den Hangar und die Arbeiter begannen mit dem Abbau der Strecke.
Dann ertönte sie: Die bekannte Volksfestmusik einer Volksfestband, die davon singt, vor halb sieben in der Früh nicht nach Hause gehen zu wollen. Somit verblassen die schönen Momente vom Lauf und die Glücksgefühle verschwinden langsam. Im Mittelpunkt stand jetzt nicht mehr das sportliche Ereignis, trotz Siegerehrung, sondern das Bier und die Leberkässemmeln.
Schön langsam könnte es einem dämmern, warum diese Jahr nicht wie im Vorjahr 2792 Läuferinnen und Läufer durchs Ziel rannten sondern an die 1516......

Fotos: Regionalsport.at
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