01.05.2016, 20:24 Uhr

Parkplatz-Streit seit über 50 Jahren

Mit selbstgebastelten Parkverbotsschildern trotzt der Trattenbacher den angeblichen Parksündern.

Trattenbacher (82) fühlt sich ungerecht behandelt. Die Nachbarn sind am Ende, suchen nun rechtlichen Beistand.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Wenn die Nachbarn von sfsdfdfs Schallerbauer Besuch bekommen, sind ständig Einfahrt und Garage des Pensionisten verparkt. Das zumindest behauptet der 82-jährige aus Trattenbach Nr. 149 steif und fest.

"Ein Unrecht von A bis Z"

Der Pensionist wettert: "Das ist ein Unrecht von A bis Z." Der Streit läuft laut Schallerbauer bereits seit 1962. Die Lösung des Konflikts liegt für den 82-Jährigen auf der Hand: die Nachbarfamilie Brenner soll das hölzerne Gartentor demontieren. Dann könnten die Besucher in der Hauseinfahrt parken und nicht vor Schallerbauers Haus.
"Wir können das Gartentor nicht offen lassen. Wir haben zwei Enkelkinder und einen Hund", hält Nachbarin Gabriele Brenner dagegen. Brenner liegt der jahrelange Zwist mit Schallerbauer im Magen: "Wir wollen nur unsere Ruhe haben." Deshalb wurde nun von Familie Brenner auch die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet und man denkt auch daran, rechtlichen Beistand zu suchen.

Anzeigen bei Holzlieferung

Im Rathaus kennt man den ewigen Parkplatz-Streit nur zu gut: "Er wird theoretisch nicht eingeparkt", heißt es aus dem Amt. Im Gegenteil: Wenn Schallerbauer eine Öllieferung bekomme, sei es völlig normal, dass die Einfahrt des Nachbarn blockiert wird. Bekommt Familie Brenner hingegen Pellets geliefert, werde der Fahrer von dem Rentner angezeigt.
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