18.10.2016, 17:30 Uhr

Bruckberg: Schranken sind auf Schiene

Eisenbahnkreuzung Kitzsteinhornstraße - der Schranken wird ignoriert (Foto: Privat)

Bringt eine Schrankenanlage für Eisenbahnkreuzungen mehr Sicherheit?

ZELL AM SEE. An der Eisenbahnkreuzung Bruckberg, im Zeller Ortsteil Schüttdorf, ereigneten sich in der Vergangenheit immer wieder Unfälle, daher wurde sie seit Mai aus Sicherheitsgründen probeweise in einer Richtung gesperrt. Der Versuch führte zu einer Verschärfung der Stausituation in der Region und zu großem Unmut in der Bevölkerung. Die Maßnahme wird nun beendet, wie Bürgermeister Peter Padourek (ÖVP) versichert.

Schranken kein Allheilmittel

Die Sicherheitsbehörde habe beschlossen, einen Schranken zu installieren, das werde allerdings noch rund sechs Monate dauern. Er setze sich dafür ein, dass die Sperre vor dem Beginn der Wintersaison aufgehoben, und eine Zwischenlösung gefunden wird. Ein Schranken sei jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss. "Passieren kann immer etwas, trotz der Anlage. Manche Verkehrsteilnehmer versuchen auf Biegen und Brechen noch über die Gleise zu kommen, auch wenn sich die Schranken bereits senken", meint der Bürgermeister. Er glaubt auch nicht, dass die Verkehrssituation dadurch verbessert wird, massive Staus in alle Richtungen habe es vorher auch schon gegeben.

"Es gibt einfach zu viele Pendler, Touristen und Einkäufer, es muss daher zu einer allgemeinen Verkehrsentlastung kommen". Lösungen dürften nicht mehr nur auf einen Ort fixiert sein, der Pinzgau brauche eine gemeinsame Strategie. Die Entlastungsstraße zwischen Bruck und Zell am See werde die Situation zwar entschärfen, aber Padourek plädiert für zusätzliche Maßnahmen. "Investitionen in den öffentlichen Verkehr wären notwendig. Es muss Erhebungen geben, wo Zubringer gebraucht werden und Sinn machen. Es braucht ein einheitliches attraktives Kartenangebot für Bus und Bahn, sowie Park & Ride Parkplätze", so Padourek.

Gemeinsam stark

Derzeit sind dafür keine finanziellen Ressourcen vorhanden, das Land werde keine Investitionen tätigen. "Die meisten Wählerstimmen gibt es im Flachgau, daher müssen die Pinzgauer zusammenhalten, um gemeinsam etwas zu erreichen".
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