05.10.2016, 00:00 Uhr

Mit 22 Jahren ein Profi

Kälteanlagen- und Elektrotechniker Bernhard Simader mit seinem Trainer Bernhard Zarfl und Lehrlingsausbilder Rupert Danninger.

Kälteanlagen- und Elektrotechniker fährt nach Göteborg in Schweden zu Euroskills.

ST. MARTIN, HERZOGSDORF (alho). Voll im Training und in den Vorbereitungen für die bevorstehenden Bewerbe ist Bernhard Simader aus Herzogsdorf. Er absolvierte im Betrieb die dreieinhalbjährige Lehrzeit als Kälteanlagentechniker, machte anschließend den Zivildienst und setzte im Betrieb seine Ausbildung als Elektrotechniker fort. Diese hat er mit Auszeichnung abgeschlossen. Gleich daraufhin zeigte Simader sein Können bei der Meisterprüfung als Kälteanlagentechniker. Das Meisterstück war ein Kühlraum mit Wärmerückgewinnung.

Kunst-Eisbahn als Aufgabe
Kürzlich rückte „EuroSkills-Trainer“ Bernhard Zarfl aus Kärnten nach Herzogsdorf an, um mit dem ambitionierten Fachmann für die EuroSkills zu trainieren. Zarfl: „Das Testprojekt ist eine kleine künstliche Eisbahn mit Wärmetauscher. Dabei geht es letztlich um Genauigkeit im Arbeiten und um Geschwindigkeit." Trainiert wird bei Simader zuhause und das hat sich schon ausgezahlt: Von den Staatsmeisterschaften in Bozen am Wochenende kehrte Simader mit einem Sieg zurück. Auch Ausbildungsleiter Rupert Danninger freut sich, derart engagierte Fachleute im Team zu haben und unterstützt Simaders Antreten in Göteborg. „Solche Bewerbe gehen über den Beruf hinaus“, sagt Trainer Bernhard Zarfl: „Es werden immer nur die Sieger hervorgehoben, es sind wichtige und interessante Erfahrungen für alle, die daran teilnehmen.“ Lehrlinge zu finden, ist bei Hauser kein Problem: "Im Vorjahr hatten wir 200 Bewerbungen", sagt Danninger.


3 Fragen an Lehrlingsausbilder Rupert Danninger in der Firma Hauser GmbH:
Lehrlingsausbildung früher und heute – Was sind die Stärken der Jungen, was waren sie früher?
Der Lehrlingsausbildungsplan wurde völlig umgekrempelt. Ein Lehrling kommt heute bei uns durch alle Abteilungen im Betrieb, sodass er verschiedenste Bereiche kennenlernt und einen Gesamteindruck hat. Mitarbeiter der Firma Hauser sind auch Trainer im Wifi um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Man muss für sich selbst im Leben erfolgreich werden. Ein großer Vorteil heute ist, dass wir großteils beim Kunden sind. Eine Stärke der heutigen Lehrlinge ist, dass diese mit Handy und Computer gut umgehen können und unsere Anlagen über Laptop gesteuert werden. Es werden Apps draufgespielt, mit denen die Luftwärme-, Erdwärme- und Grundwasserpumpen in Supermärkten geregelt und geheizt werden.

Wie viele Lehrlinge haben Sie bereits ausgebildet?
Wir bilden in unserem Betrieb seit 65 Jahren Lehrlinge aus, immerhin hat unser Betrieb das 70-jährige Jubiläum. Ich selbst bilde seit dem Jahr 2000 Lehrlinge aus, wie viele es bisher genau waren, kann ich so spontan gar nicht sagen. Im heurigen Jahr haben wir wieder 17 Lehrlinge aufgenommen, 54 haben wir momentan insgesamt. Wir fördern auch Lehrlinge, die sich entsprechend engagieren und beispielsweise Top-Leistungen in der Berufsschule haben. Da finanzieren wir deren Führerschein B, auch die Lehre mit Matura unterstützen wir bestmöglich. Ich selbst habe vor 28 Jahren bei der Firma Hauser als Kälteanlagentechniker-Lehrling begonnen. Damals wurden zehn aufgenommen.

Was ist die größte Herausforderung für einen Lehrlingsausbilder?
Die größte Herausforderung als Lehrlingsausbilder sehe ich darin geeignete Lehrlinge zu finden und die richtigen Fähigkeiten der Jugendlichen entsprechend zu fördern. Wir haben heuer im Juni den Rohrbacher Wirtschaftsaward der WKO in der Kategorie Mitarbeiter – Jugend/Fachkräfte/Familie gewonnen.
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